Erasmus in Logroño – Der Abschlussbericht :-(

März 3, 2011

Freitag, 04. März; 00.00 Uhr
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So, ich weiss, dass dieser Artikel lange auf sich hat warten lassen, doch dafür gibt es einige Gründe. Erstmal wieder die Umstellung auf Deutschland und ein paar Standard-Termine nach einer Rückkehr. Das Leben hier ging ja quasi nahtlos weiter. Direkt am Samstagmorgen nach Ankunft einkaufen etc. und abends direkt Theater am Beisenkamp – das volle Resozialisierungsprogramm.
Dann musste ich einen ähnlichen Artikel und weitere Dokumente für die Abrechnung mit der Uni Münster erstellen.
Der Hauptgrund, weshalb ich diesen Artikel etwas vor mir hergeschoben habe, ist die Tatsache, dass man mit einem Abschluss(!)-artikel irgendwie einen Strich unter das Kapitel setzt und das sich komisch anfühlt, als würde man einfach irgendwas auf einer To-Do-Liste locker abhaken.
Es hat halt irgendwie etwas endgültiges (…) – ich hoffe ihr verzeiht die Wartezeit!

Und da man (bzw. ich) keinen endgültigen Strich unter das Erasmussemester setzen mag, habe ich es halt immer aufgeschoben :-(
Nun, letztendlich habe ich mich dazu entschlossen den Artikel heute zu schreiben, da ich an diesem Tag exakt 1 Monat daheim bin, ebenfalls ein Freitag und ebenfalls der 4. des Monats!
Wenn das mal kein Fingerzeig ist (…)

Zudem ist es, glaube ich, leichter mit etwas Abstand zurückzublicken, als wenn man einen solchen Artikel zeitnah nach Rückkehr verfassen würde.

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Nun denn, auf geht’s:

Im Grunde ist es schwierig das ganze Semester mit all seinen Erfahrungen und Erlebnissen in einen einzigen Artikel zu pressen. Ich habe ja relativ viele Artikel geschrieben, um das immer etwas zu entzerren, doch selbst in diesen Artikeln steht bei weitem nicht alles drin, was ich dort erlebt habe. Manches nicht, weil ich ja Prioritäten setzen muss – eine Art Auslese sozusagen – und anderes ist nicht für jedermanns Auge gedacht ;-)

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Das Problem, was ich mit diesem Artikel habe, hat sich bereits in Gesprächen mit diversen Menschen abgezeichnet. Die Standardfrage ist ja natürlich: “Und? Wie war’s? – erzähl mal…!”
Die Antwort, die sich ebenfalls als Standard etabliert hat, sah meist so aus: “Es war saugut (…) – doch: Wo soll ich anfangen?”

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Es gibt einfach keinen roten Faden, selbst als ich es mit Brainstorming versucht habe, konnte ich nicht flüssig erzählen, da immer wieder neue Gedanken aus völlig anderen Richtungen vor das geistige Auge fliegen.
Natürlich könnte man “Highlights” (allein den Inhalt dieses Wortes zu definieren scheint vermessen) nennen, doch man würde dem Erlebten nicht gerecht, da der ganze Aufenthalt ein einziges Highlight war und immer noch ist.

Wenn mir dann Erzählaufforderung gestellt wurde, habe ich das immer in Kategorien getrennt, wie: Leben an der Uni, Studien und Kurse, Reisen, die Stadt, meine WG, usw.
Doch immer(!) habe ich im Nachhinein gemerkt, dass ich entscheidende Punkte vergessen habe.
Ich merke auch, wie ich hier gerade an Struktur verliere, da der eigentliche Artikelinhalt immer noch nicht begonnen hat. :-)
Ich werde deshalb jetzt einfach mal drauflosschreiben und schauen, was dabei rumkommt.

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Also:

Dass das halbe Jahr in Logroño durchweg positiv war, ist vermutlich nur schwierig zu erraten, ich denke diese Wertung hat sich durch jeden meiner Artikel gezogen.
Doch woran liegt das?

Ich weiss noch genau, wie ich aus dem Flughafen in Bilbao getreten bin, mitten in die spanische, warm-sonnige Welt. Ich habe schon damals den Filmszenenvergleich gezogen:
Man tritt aus einer Tür in eine neue Welt, bleibt stehen, lässt die Koffer fallen und schaut erstmal nach links und rechts – bei mir aufgrund der Ratlosigkeit.
Ich wusste ja überhaupt nicht wie es weitergeht, wohin ich muss und vor allem ob und wie ich nach Logroño kommen sollte. Ich habe mir damals im Vorhinein schon Sätze im Kopf zusammengebastelt, die hilfreich sein könnten, etwa: Wo ist dasunddas, Wie komme ich nach XY, …!

Wenn man aber erstmal vor dem spanischen Busfahrer steht, ist alles wie weggeblasen und es heisst Improvisieren.
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Hat ja auch gut geklappt, schliesslich habe ich es ja nach Logroño geschafft und habe sogar meine WG fix gefunden. Seitdem ich dort meinen Koffer ausgepackt hatte, ging auch alles Schlag auf Schlag. Das ist wie eine Kettenreaktion oder der bekannte Schneeballeffekt: Ich habe Marc und Ben kennengelernt, die wiederum schon einen Tag vorher angekommen waren und schon diverse Erasmusmenschen getroffen hatten. Am ersten Abend bin ich ja dann mitgegangen und habe selbst viele neue Gesichter auf ein Mal kennengelernt. Darüber dann wieder andere und so weiter.
Durch gemeinsame Abende, Kurse und dergleichen hat sich dann ein harter Kern ergeben, der viel gemeinsam gemacht hat. Natürlich gab es innerhalb dieses Kerns nochmal Kleingruppen, wie z.B. unsere WG, die Mexikanerinnen, die Irinnen und dergleichen.

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Schlussendlich habe ich jedoch sooo viele Menschen kennengelern, den Großteil von ihnen auch sehr gut. Das ist das Tolle an Erasmus: Jetzt kenn ich einen großen Haufen Menschen aus aller Herren Länder, aus der ganzen Welt kommend:Italien, Frankreich, USA, Kanada, Irland, Australien, Slowakei, Mexiko, Argentinien, Brasilien, Niederlande, Belgien, Österreich, usw.
Zu den meisten habe ich auch noch regelmäßigen Kontakt – zu solchen Zwecken sind die sozialen Netzwerke wie Facebook ja wirklich nützlich.
Bis auf wenige Ausnahmen waren auch alle von ihnen wirklich cool drauf und sehr entspannt.

Ich glaube, dass man das auch sein muss, wenn man sich für Erasmus entscheidet, vor allem mit der Prämisse dort eine schöne Zeit verbingen zu wollen und nicht streberhaft den ganzen Tag am eigenen Schreibtisch zu sitzen, sodass man zwar hinterher die Struktur der Tapete auswendig beschreiben kann, aber nichts wirklich erzählenswertes und außergewöhnliches erlebt hat. Bei vielen Menschen hatte man aber schon nach sehr kurzer Zeit das Gefühl, sie bereits eine halbe Ewigkeit zu kennen – das ist wirklich faszinierend.

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Neben den ganzen Erasmus-Studenten muss ich natürlich auch José-Maria, den nach wie vor coolsten Professor den ich kenne, erwähnen. Von der ersten Sekunde an mehr als sympathisch, immer enorm fair und witzig. Die Sportkurse waren deshalb auch mehr Vergnügen als Anstrengung oder etwa Pflicht. Dass ich 2 Kurse verpasst habe, hat mich auch sehr geärgert.
Aber über das Thema Sportkurse habe ich ja quasi in jedem Artikel schon in höchstem Lobgesang geredet ;-)

Wenn ich schon so positiv über die “Pflichten” – also die Kurse und Studien in meinem Auslandssemster schreibe, kann der geneigte Leser leicht erahnen, dass auch der Rest ein Prädikat verdient hat, das positiv mehrfach übertrifft.

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Der Unterschied zwischen Spanien und Deutschland, für den ich den – wie ich finde – wirklich passgenauen Slogan  “1 Kontinent aber 2 Welten” kreiert habe, ist gerade nach der Rückkehr allgegenwärtig. Spanien gefällt mir halt einfach besser, sei es aufgrund des Lebens vor Ort, der Kultur, der Menschen und deren Umgang untereinander oder einfach dieser anderen Mentalität – kurz: Spanien rockt!

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Aus finanzieller Sicht war das Semester sicher nicht das günstigste halbe Jahr meines Lebens – doch war es jeden einzelnen Cent wert. Die Erfahrungen, die ich dort gesammelt habe, sind im Grunde unbezahlbar – jedenfalls nicht mit Geld aufzuwiegen. Alleine die Trips nach Madrid und Barcelona waren einfach nur perfekt und hätten einfach in keinem Moment anders ablaufen sollen (Okay, ich mach eine Ausnahme, was den Diebstahl angeht :-P ).

Genauso wie mein kleines Surf-Abenteuer
Für gewisse Momente lebensgefährlich und ich sah mich näher am weißen Licht als am Sandstrand, doch ingesamt auch nur durchweg positiv zu bewerten, ich bin froh noch in SanSebastian geblieben zu sein und mich für das Surfen entschieden zu haben. Gerade da es einer von vielen (kleinen) Träumen war, hätte ich mich mit Sicherheit nun geärgert – hätte ich die Chance damals ausgelassen.
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Was ist sonst noch erwähnenswert? Im Grunde alles, ich werde versuchen ein paar Dinge stichwortartig rückblickend zu würdigen: Reisen & Trips, jede WG-Party, Disconächte, Geburtstage, Beerpong-Abende, Pinchos(!!!), das Leben in der WG, meine Mitbewohner, … – eigentlich kann ich diese Liste endlos weiterschreiben.

Alleine meine WG und das Leben dort vermisse ich quasi täglich, weil alles so umkompliziert und in jedem Moment einfach nur unfassbar witzig war.
Theoretisch könnte ich zu jedem der o.g. Stichworte noch viele lobende Worte finden und in viele kleine Textabschnitte aufteilen, doch das würde das Ausmaß dieses Artikels mehr als sprengen.

Es ist einfach sehr sehr schade, dass die ganze Gesichte auf das halbe Jahr begrenzt ist. Ich bin wirklich neidisch auf die, die auf 1 Jahr verlängert haben und auf die, die dann begonnen haben, als ich gefahren bin. Wenn Logroño schon im Winter so lebenswert und wetterfreundlich ist (man erinnere sich an die 16°C Anfang Januar) – wie saucool muss es dann dort im Sommer sein?

Naja, dafür werden sie SanMateo nicht miterleben, das ist ja immer im September fest terminiert. :-)
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Insgesamt bin ich mehr als zufrieden und froh, mich damals für ein Auslandssemester entschlossen zu haben. Auch wenn ich erst Zweifel hatte, da keiner meiner Ursprungswünsche berücksichtigt wurde und meine Koordinatorin mich eigentlich eigenmächtig nach Logroño “versetzt” hat und ich Angst hatte in einem kleinen verschlafenen Nest zu landen (ich hatte zuvor NIE davon gehört) – bin ich ihr heute mehr als dankbar!

Wirklich Angst, dass etwas schlecht läuft oder nicht klappt, hatte ich nie. Vor Beginn war natürlich dieses Gefühl da, das man hat, wenn einen etwas Neues, Unbekanntes erwartet und das über einen längeren Zeitraum, doch wirklich aufgeregt war ich nicht – wieso auch? ;-)

Es ist und bleibt einfach etwas für die Ewigkeit, an das ich mich mit hundertprozentiger Sicherheit immer(!) äußerst gerne zurückerinnern werde.
Man muss es einfach jedem raten so etwas mitzumachen, wenn es das Studium vorsieht oder erlaubt, dann sowieso – aber auch wenn man keine Fremdsprache oder ähnliches studiert, sollte man ein Urlaubssemester anstreben und von der Möglichkeit einer solchen Reise Gebrauch machen – es lohnt sich einfach jeder einzelne Augenblick!
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Wenn ich vorher noch ein paar Sekunden gebraucht habe, um alltägliche spanische Wörter (Tür, Straße, Haus, Essen, ….) in mein Gedächtnis zu rufen – so weiss ich sie jetzt aus dem Stehgreif – für meine Sprachkenntnisse war die Reise in jeder Hinsicht förderlich, da ich mich merklich verbessert habe. Klar, wir haben viel Englisch geredet (bzw. Deutsch mit Marc & Ben) und es hätte mehr Spanisch sein können, doch es ist wie es ist – und viele Momente wären anders verlaufen, also was soll’s? ;-)

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Was ich allerdings nicht zwingend nochmal machen würde, wäre das Unterbrechen eines Auslandsaufenthaltes – wie es durch die Weihnachtsferien geschehen ist. Ich glaube es wäre besser gewesen, die ganze Zeit am Stück dort zu bleiben – so wie ich es gemacht habe, waren die Ferien so etwas wie ein Einschnitt, der nicht so ganz gepasst hat und inhaltlich anders verlaufen ist, als ich es erwartet hätte. Würden die Ferien jetzt noch einmal in der Zukunft liegen, würde ich wohl nicht nach Deutschland kommen – nunja, man lernt aus Fehlern.

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Eigentlich wäre so langsam Zeit für einen abschließenden Satz, doch der ist genauso schwierig zu realisieren wie der gesamte Artikel an sich.
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Wie bereits gesagt, ich bereue keinen Moment und bin sehr stolz ein Teil dieser wunderbaren Erasmusgruppe gewesen zu sein und freue mich, dass ich das Erasmussemester in Logroño erleben durfte. Es war perfekt so wie es war – jede einzelne Sekunde – und ich plane schon sehr bald zu Besuch zurückzukehren.
Es war jedenfalls Anreiz für weitere Reisen und hat mich motiviert, mich weiter und intensiver mit der spanischen Sprache auseinanderzusetzen – was ja auch meinem Studium zugute kommen würde. :-)
Natürlich vermisse ich die Zeit und das Leben dort – quasi täglich – und wünschte, dass es noch weitergegangen wäre, doch der große Plan sieht nunmal etwas anderes vor.

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Ich danke jedoch jedem herzlich, der irgendwie involviert war: Den Menschen in Spanien, den Verantwortlichen der Uni Münster und der Uni La Rioja in Logroño und allen anderen, mit denen ich während des Semesters in Kontakt stand und die irgendwie beteiligt waren.

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Des Weiteren danke ich natürlich den (treuen) Lesern dieses Blogs. Ich habe vereinzelt Rückmeldung bekommen, die war dann auch immer sehr positiv, was mich dazu veranlasst hat, den Blog über die ganze Zeit fortzusetzen. Ich hoffe, es war meistens spannend, lustig und interessant mitzuverfolgen, wie mein Leben als Erasmusstudent aussah. Mir hat es sehr viel Spaß gemacht, Artikel für diesen Blog zu verfassen, auch wenn das wirklich eine Menge Arbeit ist, insofern man ein gewisses Mindestniveau erreichen und halten will. Letztendlich ist das ganze ja so eine Art Tagebuch, das mich davor bewahrt Erlebnisse zu vergessen, wenngleich ich nicht glaube, dass das so schnell passieren wird. Wenn doch, kann ich und natürlich auch ihr immer hier einen schnellen Blick hineinwerfen. ;-)

Nungut, der Blog wird so wie er ist, online bleiben und er wird für diverse weitere Aktionen oder zur Planung diverser Ereignisse genutzt werden. Schaden kann es eh nicht hier mal reinzuschauen, doch das Kapitel Erasmussemester in Logroño ist hiermit leider beendet :-(

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Vielen vielen Dank an alle Leser – man sieht sich in der Zukunft und vielleicht auch hier nochmal wieder – wer weiss welche Reisen noch folgen werden…

Bis dahin, beste Grüße!

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Muchas gracias, espero que nos veamos pronto y muchos saludos, besos y abrazos a todos!!!!

Christoph

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José-Maria und Ich

José-Maria und Ich

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Danke!

Ein kurzer Zwischenbericht

Februar 7, 2011

Montag, 07. Februar; 21.15 Uhr
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So, war Freitagnacht erst wieder daheim, genauer gesagt gegen 3 Uhr! Mein Bruder und seine Freundin haben mich am Bahnhof abgeholt und wollten noch zu BurgerKing! :-)

Der Samstag war direkt wieder total überfüllt mit Sachen wie:  Aufstehen, Einkaufen, Bundesliga, Theater am Beisenkamp, …
Diese Woche wird dann erst einmal dafür genutzt, dass ich mich hier wieder einleben kann.

Ich muss gleich noch der Uni in Logroño schreiben. Ich war nämlich vergangenen Dienstag da um das sog. Data-Sheet abzugeben. Die müssen Dinge wie Ankunfts- und Abreisedatum eintragen, stempeln und alles. Sie haben gesagt, es sei auf jeden Fall bis zum vergangenen Freitag fertig, sie würden mir dann eine e-mail senden.
Ich habe bisher keine email bekommen und ich hätte es am Freitag eh nicht geschafft, noch zur Uni zu gehen (…) :-P
Was dabei stört ist, dass ich alles 4 Woche nach Rückkehr abgeben muss und die Spanier sind nicht die schnellsten, was das Versenden von (wichtigen) Dokumenten angeht.
Also mal sehen, was daraus wird.

 

Natrlich werde ich noch einen großen Abschlussartikel schreiben und gegebenenfalls nochmal meine “Der Spanier…”-Sammlung erweitern, denn er ist nämlich noch facettenreicher als bisher beschrieben.

Deshalb einfach mal in den kommenden Tagen dann und wann mal vorbeischauen und auf dem neusten Stand sein :-)

Bis dahin, saludos! ;-)

ERASMUS – Logroño: Das Ende

Februar 4, 2011

ICH HABE DUMMERWEISE VERGESSEN DEN ARTIKEL VON GESTERN FREIZUSCHALTEN, DEN ICH GESTERN NACHMITTAG GESCHRIEBEN HABE! ALSO EIGENTLICH HAETTE ER GESTERN UM 17.00 UHR ONLINE STEHEN SOLLEN – ICH HABE IHN NUN UNTER DEM AKTUELLSTEN EINGEREIHT!

Freitag; 04. Februar; 14.26 Uhr
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BLITZBERICHT

So, ich hab leider nicht viel Zeit, da ich statt bis 10Uhr einfach mal bis 13 Uhr geschlafen habe – sprich: komplett verpennt!

Ich hab grad in 1h meine Sachen gepackt und aufgeräumt und muss jetzt fix los, da um 15Uhr mein Bus fährt!

Mein Gepäck sagt (jetzt schon wieder) 5KG mehr als erlaubt – da kann ich mir schonmal ein paar Ausreden einfallen lassen :-(

Naja, nun geht’s los – bis in Hamm…
Ich bin dann ab heute Abend wieder am Start und werde dann nochmal eben updaten, bzw. von unterwegs – soweit dies moeglich ist!

Mein Erasmus-Semester in Logroño endet nun leider hier: :-(
Was ich bereits sagen kann: Danke(!!!) für diese Erfahrung – es war eine sehr geile Zeit!

Hasta pronto!!!

Christoph

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Update1 – 17.01 Uhr

So, bin gerade mit dem Bus in Bilbao angekommen (16 Grad und Sonne!!!) und sitze nun in einem enorm schaebigen Internetcafe nahe der Busstation. Es hat erstmal gedauert, bis ich meine eigene Seite aufrufen konnte, da die Tastaturen keine Umlaute hier haben (…).

Eigentlich wollte ich heute morgen ja mehr schreiben, aber wie gesagt, total verpennt und dann war keine Zeit mehr.
Kurz zu gestern: Der Beerpong-Abschiedsabend war saucool, nur etwas lang. War erst gegen 7.30Uhr im Bett, aber naja…
Eben haben Mollie, Marc, Ben und sogar die Polin mich zur Busstation in Logroño gebracht und ich habe von Mollie eine kleine Tuete selbstgemachter Schoki-Cookies mit auf die Reise bekommen :-)
Und von allen zusammen noch ein feines Abschiedgeschenk! ;-)

José hat sich auch gestern verabschiedet. Ich habe noch ein Foto mit ihm gemacht, das bekomme ich nur gerade nicht hier eingebaut. Er meinte zum Abschied grinsend: “Christoph – que tengas buen viaje y muchos hijos!” – was soviel heisst wie: Christoph – gute Reise und viele Kinder :-D
Er ist halt einfach der coolste Prof.

Ich werde in der naechsten Stunde dann den Shuttlebus zum Flughafen nehmen und dann dort noch irgendwie Gepack umpacken (muessen) bzw. schauen, ob ich mich spontan irgendwovon trennen kann.
Wenn es geht, melde ich mich von dort nochmal, sonst spaeter von Duesseldorf/Hamm!
Also dann, bis spaeter ;)

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Update2 – 17.26 Uhr
Sitze immernoch im Internetcafe, da ich irgendwie nen Tarif habe, der sich bis max. 42min lohnt, also vertreibe ich mir grad hier die Zeit…

Habe eben am Bus noch meinen Prof. aus dem Kino-Literatur-Seminar gesehen, ob er mich erkannt hat weiss ich nicht – glaube aber schon.

Gerade ist ein Neger/schwarzer Mensch im Ledermantel (so Matrix-maessig) hier reingekommen und hat (glaube ich) Geld von der Dame an der Kasse geholt. Haha, anscheinend Schutzgeld oder so, naja der Laden ist aber auch enorm nicht-einladend. Also, ein wenig Zeit noch hier abhaengen und dann gleich zum bilbaoanischen Flughafen… weiteres dann spaeter!

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Update 3 – 00.12 Uhr

Also, mittlerweile bin ich in Düsseldorf angekommen. Nachdem das Flugzeug eine halbe Stunde gestanden ist, aufgrund fehlender Starterlaubnis, bin ich dann auch später gelandet – die Landung war übrigens extrem unruhig!

Schnell die Koffer abgegriffen und am zum Skytrain, der zur Bahnstation fährt! Ich hätte sogar noch grob 2min gehabt, wäre der Zug nicht wegen einer Störung um eine halbe Stunde nach hinten verschoben worden – was dann noch auf 1h ausgeweitet wurde.

Also ab in den nächsten Skytrain zurück zum Flughafen und dort zum Rewe (Veltins + Cola) und McDonald’s! :-)

Nun bin ich mittlerweile wieder am Bahnsteig am Bahnhof und warte auf den verspäteten Zug oder gar den nächsten.
Ich hoffe mal, dass das ab hier nun alles klappt soweit! ;-)

Ich hatte übrigens wieder krasses Übergepäck – 6 Kilo grob. Ich hab dann mein Handgepäck erweitert und es somit auf 3,5 Kilo gedrückt! Die 3,5 Kilo wurden dann bei der spanischen Dame beim CheckIn noch mit meinem Charme (…) auf 0 reduziert (ich hab gesagt, ich sei armer Erasmusstudent…letzter Tag…viele Abschiedsgeschenke…). Als ich sie gefragt hab, wie es ausschaut, hat sie nur eine lässige Handbewegung nach hinten gemacht und das Mehrgepäck großzügig “übersehen” – gewusst wie! :-D
Mein Handgepäck wog dann übrigens stolze 15 Kg :-D

Noch fix eine Geschichte vom CheckIn am Flugzeug in Bilbao:
Zwei ältere, deutsche Damen haben sich über die Handgepäcksbestimmungen unterhalten und die eine hat sich wirklich(!) gewundert, dass ihr vor kurzem die Nagelschere aus dem Handgepäck genommen wurde (…)
Wovon geht sie aus?!
Nächstes Mal wird das Teppichmesser eingepackt und dann erstmal wundern, wieso man das denn nicht mit an Bord nehmen darf…

Naja, manche Menschen sind halt echt krass. So wie José – also im positiven Sinn :)

Das war’s dann erstmal, weiteres in Kürze!

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Update 4 – 1.15 Uhr

Hab den Zug erwischt, also den mit der einen Stunde Verspätung.
Hinter mir im 4er sitzen zwei offensichtlich minderjährige Zwillingsemos mit schwarz-pinken Haaren und “reden” über eine Mitschülerin (“Ich schwör – die Schlampe is’ behindert!”) – die eine wurd grad von ihrer Mutter angerufen – und daneben im 4er 4 Nazis(?), die laute Handy”musik” hören – Hallo Deutschland :-/

Naja, bin in knapp 30min dann in Hamm.
Melde mich morgen, bzw. Ganz vielleicht später nochmal kurz!

Bis dahin!

Ein letzter Standard-Donnerstag

Februar 3, 2011

HIER DER ARTIKEL, DER BEREITS GESTERN HAETTE ONLINE SEIN SOLLEN

Donnerstag, 03. Februar; 17.00 Uhr
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So, schon ist Donnerstag! Gestern hatten wir eine 3h-Sportkurseinheit, der neue Stundenplan ist ein wenig anders. 2h Kollektivsport (Rugby mal wieder) und dann noch eine Stunde Individualsport, was wieder Badminton bedeutete. Ich habe José eiskalt abgezogen, aber nach 2,5h Sport am Stück dann das letzte Spiel gegen Marc noch verloren, weil ging nicht mehr!
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Heute ist nochmal eine Stunde Sporttheorie, bevor dann nochmal ein Standard-Donnerstag stattfindet, der wie folgt aussieht:
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- Café London; “Dia de la pinta” > 0,5L Bier für 2€
- Pinchos
- das große “Christoph-Dröge-Beerpong-Turnier” :-)
+ inkl. aller Amerikaner, den verbliebenen Erasmusmenschen des letzten Semesters, die 1 Jahr bleiben und unserer WG hier!

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Ob die polnische Dame sich soweit gut eingelebt hat, ist schwer zu sagen – man sieht sie eher selten, wie eine Art Hausgeist! Naja, wir haben sie für das Turnier heute Abend eingeladen, mal sehen ob sie daran teilnimmt – wäre klug von ihr, da sie viele Leute auf einen Schlag kennenlernen könnte!
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Die Ironie des Schicksals ist mir übrigens erst aufgefallen, nachdem ich den letzten Blogeintrag vor 2 Tagen geschrieben habe:
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Eine Polin wurde beklaut! (…)

Naja gut, es war halt in Barcelona, aber man sollte doch meinen, sie kenne alle Tricks :-D
Wo die Ware dann wohl hinkommt? “Kaum gestohlen – schon in Polen” wird hier ja nicht gelten….

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Am Dienstagmorgen war Marta dann noch da, um sie (sie heisst Gosua oder Gosiua oder sowas) willkommen zu heißen und dann hat sie als nette Überraschung noch die Nebenkosten-Abrechnung mitgebracht. Sie hat meinen Anteil mit der Kaution verrechnet, die ich ihr zu Beginn des Aufenthalts gegeben habe. Ich hatte damit gerechnet, von den 225€ (eine Monatsmiete) so 150€ zurückzubekommen, als sie dann zu mir meinte: “Nach Abziehen aller Kosten: Hier deine 12€!” war ich schon leicht schockiert. Wir hatten es nämlich geschafft, eine extremst hohe Gasrechnung zu fabrizieren. Laut einer beiliegenden Statistik der letzten 3 Jahre, haben wir in einem Zeitraum mehr verbraucht als die Menschen in den beiden Jahren zuvor zusammen – das muss man erstmal schaffen!
Naja, enorm blöd gelaufen und es passt mir finanziell gesehen auch nicht wirklich gut, da es mehr oder minder meine letzten Taler waren, die nun weg sind :-(
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Am Ende dieses eher kurzen Artikels habe ich noch einen Nachtrag zum letzten zu machen, da ich 2 Sachen vergessen habe. Mein Bruder hatte mich gefragt, wo denn die negativen Sachen seien und als Beispiel Unpünktlichkeit und Klauen genannt.
Naja, hier die Ergänzung:
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Der Spanier… ist gerne unpünktlich, das stimmt. Doch das ist hier mehr eine Kultur- bzw. Mentaliätsfrage, als ein Unding oder etwa schlechte Manieren.
In der Uni war es so, dass der Prof. oft später kam, als die meisten Studenten (also später als mindestens 15min nach eigentlichem Beginn), was dazu führte dass die einstündigen Kurse noch viel kürzer wurden. Generell kommt man hier immer wenigstens 10 Minuten später – wie gesagt, das ist einfach so hier und es macht jeder! Ich würde das nicht unbedingt als negativ bewerten – im Gegenteil: Es ist alles sehr entspannt und nicht so stressig – klarer Vorteil also und enorm positiv zu bewerten!

Der Spanier… beklaut andere Menschen – das ist so ja nicht richtig. Der Mensch der uns (bzw. Ben) in Barcelona beklaut hat, war kein Spanier und die Sache ist einfach ein Großstadtphänomen. Das passiert auch in Berlin oder Köln und ist keinesfalls typisch Spanisch! Hier in Logroño zum Beispiel habe ich davon noch nicht gehört und auch Marta hat das im Gespräch mit der Polin am Dienstag so erklärt.

Der Spanier… hat anscheinend mehr als genug Wasser. Anders kann man es nicht erklären, dass hier jeden Abend / jede Nacht die Straßen abgespritzt(!) werden um sie sauber zu halten. Wenn ich Straßen sage, meine ich Straßen und vor allem Fußgängerweg und Fußgängerzonen – eigentlich alles.
Das sieht so aus, dass Angestellte der Stadt in gelben Anzügen dicke Wasserschläuche an Hydranten anschließen, die alle paar Meter hier stehen und dann mit einem dicken Strahl alles sauber machen. Deshalb war auch damals bei meiner Ankunft an der Busstation im September morgens der Boden nass war, und ich mich gefragt habe wann es denn geregnet haben könnte, schien doch die Sonne!
Auch die Müllabfuhr arbeitet nachts und Glascontainer werden zu ebendieser Uhrzeit gelernt – hier ist eben alles ein bisschen anders ;-)

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Da nun der Sportkurs ruft und wir noch ein paar Dinge für heut Abend vorbereiten müssen, beende ich den Artikel hier und werde morgen vermutlich nochmal einen (kurzen) online stellen!
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Als abschließendes Zitat zwei Zeilen aus einem coolen Lied:
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” I’m coming home, I’m coming home

Tell the world I’m coming home!”

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Saludos, hasta manaña! :-)

Der Spanier….

Februar 1, 2011

Dienstag, 01. Februar;  17.06 Uhr
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Soo, bevor dann DER Artikel kommt, noch fix die neusten News!
Wir haben seit gestern eine neue Mitbewohnerin und sind aktuell eine 5er WG. Sie ist Polin (ja, auf meine Sachen passe ich auf… :-P ) und hat einen Namen, den ich nicht aussprechen kann – ganz davon abgesehen, dass ich ihn mir eh nicht merken kann!
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Naja, jedenfalls sollte sie ürsprünglich am Sonntagabend um 22 Uhr ankommen, aber irgendwas war mit dem Flug, sodass sie den Bus verpasst hat und 6h warten musste. Als wär das nicht genug, wurde ihr dann noch der Rucksack, bzw. DER Rucksack (genau, der mit Portomonnaie, Handy, Geld und so) an der Busstation geklaut. Ich glaube, ich muss nicht sagen, wo sie gelandet ist, oder?! Es ist zu offensichtlich, dass es sich um Barcelona handelt. ;-)
Beklaut + Bus verpasst – das kenne ich und der treue Leser doch irgendwoher… Die Stadt hat halt ihren ganz besonderen Charme :-)
Guter Einstand ihrerseits jedenfalls….
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Da sie augrund der o.g. Umstände erst Sonntagnacht/Montagmorgen um 5 Uhr in der Früh angekommen ist, hat Marta uns gefragt, ob wir vielleicht einen Wecker stellen können, um sie hereinzulassen. Naja, wer muss ich schon einen Wecker stellen, wenn er eh noch wach ist?! ;-)
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Ich war also Marta’s Mann und habe sie empfangen. Richtig gesprächig ist sie jedenfalls nicht, mal sehen wie sich der 1. Eindruck entwickelt. Ich habe auch erst im Nachhinein von der Barcelona-Geschichte gehört und 5Uhr ist ja nicht jedermanns Zeit – vielleicht hatte sie deshalb nicht die beste Laune und soo große Lust auf Plaudern!

Ich habe mein Zimmer großzügigerweise (und grundgesäubert) abgegeben und wohne nun im Wäscheraum. Nun weiss ich, wie sich Harry Potter fühlen musste, als er unter der Treppe gewohnt hat, doch man muss fairerweise dazusagen, dass das Wäschezimmer schöner ist als mein normales Zimmer – naja…. :-D
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Was sonst?
Die Spanier haben quasi keine Semesterferien, sodass das zweite Semester gestern begonnen hat, ist das erste Semester doch erst am vergangenen Donnerstag geendet. Neues Semester heisst auch neuer Sportkurs, bzw. dessen Fortsetzung. Gestern stand darum eine meiner Lieblingssportarten auf dem Programm  – Badminton! José hat sich sehr gefreut, dass die bekannten Gesichter wieder da waren und zunächst ein wenig zum neues Semester & dem Programm erzählt bevor wir dann gespielt haben. In ca. 90 Minuten ist dann heute wieder der vermutlich coolste Kurs der Welt mit dem garantiert coolsten Professor der Welt – ich freu mich drauf! :-)

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So, nun aber zu dem o.g. Artikel, der dem heutigen Beitrag auch den Titel spendiert – Der Spanier….
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Der Spanier ist vielfältig und interessant. Deshalb habe ich seit Beginn meines Auslandsaufenthalt ein paar Eigenschaften/Gegebenheiten gesammelt, die halt typisch spanisch sind. Sie basieren auf Beobachtungen und Erfahrungen, die ich nun hier darstellen mag – Viel Spaß dabei:

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Der Spanier…
ist ein sehr geselliger Mensch. Wenn sich Menschen auf der Straße treffen, redet man immer – auch mit Fremden. Und ja, manchmal auch über das Wetter, dies jedoch ausführlich und gestikulierend. Auch lautes Reden und Lachen gehört zum Standardrepertoire des Spaniers.

Der Spanier… ist eher nachtaktiv. Die meisten Menschen trifft man abends, ab 21 Uhr auf der Straße, gerne auch später – im Sommer zum Beispiel. Im vergangenen Jahr waren bis Ende Oktober (also solange es warm war) die Kinderspielplätze am stärksten besucht, als es lange dunkel war. Auch beim Tappas-Essen sind die Kinder, egal welchen Alters, immer dabei – während deutsche Kinder in der Regel nach Hause müssen, ehe es dunkel wird.

Der Spanier…kann definitiv kein Auto fahren! Ich glaube, es gibt einfach keine Regeln. Rechts überholen, nie blinken, sowieso immer mindestens 10km/h zu schnell und Ampeln sind egal. Auch Parken ist hier ein spezielles Thema. Man parkt gern in Lücken, die kürzer als das Auto sind. Dafür wird dann das Auto hinter/vor einem einfach ein wenig weggeschoben. Auch beim Ausparken wird in 90% aller Fälle mindestens ein anderes Auto berührt. Auf manchen Straßen ist es deshalb verboten, die Handbreme anzuziehen.
In der zweiten Reihe zu parken ist ebenso selbstverständlich.

Der Spanier… interessiert sich auch nicht für Fußgängerampeln. Den Unterschied zwischen rot und grün gibt es nur, damit sie eine Glühbirne nicht dauerbelastet wird, im Grunde ist es egal. Man geht einfach über die Straße und hofft, dass das Auto, das eventuell kommt, bremst. Zebrastreifen gibt es zwar viel häufiger, doch man geht halt auch mal gern quer über die Straße oder eben über eine rote Ampel. Das muss ich mir für Deutschland dringend wieder abgewöhnen!

Der Spanier…wird nicht vom lästigen (Dosen-) Pfand genervt. Man kann also alle möglichen Getränke (Cola, Bier, … ) in Dosen kaufen OHNE Pfand. Das gab es auch mal in Deutschland – man kann die Dose dann einfach in den Müll werfen und muss sich keine Sorgen darum machen, dass sie verbeulen könnte, o.ä.!

Der Spanier… schmeisst seinen Müll auf den Boden – zumindest in Restaurants / Tapas- oder Pinchobars. Servietten, Zahnstocher und alles andere, was man beim Essen so braucht / überlässt, wird auf den Boden geworfen. Das ist ein Zeichen, dass das Essen lecker war – kostet den Nicht-Spanier aber erst einmal etwas Überwindung, macht dann aber jede Menge Spaß!

Der Spanier…hätte eigentlich genug Tüten, beispielsweise für den Müll der (s. 1 Fakt oben) so anfällt. Die Kassierer/-innen im Supermarkt packen einem nämlich die Einkäufe immer direkt an der Kasse in Plastiktüten – beides umsonst, also der Service sowie die Tüte. Selten kommen mehr als 3 Artikel in eine Tüte, auch wenn 10 hineinpassen würden. Nach jedem Einkauf hat man also 3-5 Tüten – das summiert sich sehr schnell. Ein Wunder, dass die Plastiktüten nicht selbst noch einmal in Plastiktüten verpackt sind…

Der Spanier…lebt und isst gesünder als man selbst. Ok, ich bin da eh kein gutes Beispiel, aber im Grunde wird alles frisch zubereitet. FastFood-Ketten gibt es quasi keine und im Supermarkt gibt es unendlich viele frische Artikel: Obst, eine ganze Theke mit Fisch, Scampi, Krebsen, Schinken und und und.
Das macht sich dann daran bemerkbar, dass die Menschen hier generell sehr schlank sind, das gilt selbst für Frauen jenseits der 30 und Mütter mit Kindern dabei.

Der Spanier…entspannt gerne. Das berühmte Wort Siesta ist hier allgegenwärtig. Nachmittags hat bis auf die hiesigen Supermärkte jeder Laden / Restaurant / Café für 2-3h geschlossen und man sieht weniger Menschen auf den Straßen. Der Trubel geht erst gegen Abend wieder los (s.o.).

Der Spanier… achtet sehr auf sein Erscheinungsbild. Das gilt vor allem für Frauen. Abgesehen davon, dass hier unendlich viele hübsche bis sehr hübsche herumlaufen (auch jene über 30 sind noch attraktiv), geht man selten ungestylt aus dem Haus und wenn man nur eben einkaufen geht! Als ich seinerzeit mit FlipFlops und Sporttrainingshose über die Straße gegangen bin, wurde ich wirklich oft schräg angeschaut. Modetechnisch sowie Stylingsmäßig ist das hier eine andere – viel höhere – Liga als gewohnt.

Ausgenommen davon ist ein, mir unverständlicher, Trend bei manchen Jungs/Männern – der VoKuHiLa. Ja, er ist tatsächlich Trend(?) hier – jedenfalls bei ein paar Menschen.

Der Spanier…ist von sich aus sehr nett und offen. Wie bereits gesagt, man redet auch mit Fremden und meidet es nicht, sich im Bus oder so neben einen Fremden zu setzen, nein auch gegenüber Ausländern ist man offen und toleriert alles. Als gutes Beispiel: Wir reden unseren Sportleher/-professor schliesslich auch mit seinem Vornamen (José) an – von Kollegen oder anderen einheimischen Studenten wird er meist beim Nachnamen – also Dalmau – genannt.

Der Spanier… raucht gerne Gras. Eher bei jüngeren Menschen beliebt und das auch mehr im Sommer, ist es jedoch sehr weit verbreitet. Während man hier in Logroño eher selten mal den Geruch (auf der Straße) wahrnimmt, war es in Madrid oder Barcelona sehr extrem und quasi überall zu riechen. Ich glaube dort kommt man leichter an selbiges als an ein Glas Wasser!

Der Spanier… hat das Glück, keinen Youtube-Filter zu haben. So kann man sich hier quasi jedes Video online ansehen, vor allem alle Musikvideos, die in Deutschland aufgrund fehlender Abgaben für die arg gebeutelten Musiklabels nicht verfügbar sind.

Der Spanier… ist Fussball-verrückt! Auf jedem Platz, an jeder Ecke sieht man Kinder mit einem Ball spielen. Auch sind viele Spiele der spanischen Liga im (Free-) TV zu sehen, man redet viel über Fussball und viele Menschen sind am Wochenende im Trikot ihres favorisierten Vereines unterwegs. Dabei spielen Real Madrid und der FC Barcelona die größte Rolle.

Der Spanier… kann keine Sprache außer der Muttersprache. Alberto (vielleicht erinnert ihr euch) ist da die Ausnahme, er kann Deutsch weil er 1 Jahr in Münster als Erasmus war und Englisch, weil er viele amerikanische Serien schaut. Ansonsten ist das hier eher schwierig, ohne Spanisch ist man hilflos und aufgeschmissen. Als Paradebeispiel ist immer der Gang zu McDonald’s geeignet. Als ich das 1. Mal da war, habe ich einen Cheeseburger bestellt (Hamburguesa con Queso) und dazu habe ich einen ChickenBurger geordert (und ausgesprochen, wie man es gewohnt ist: Tschickenbörger Barbekju). Die Frau hatte absolut keine Ahnung was ich haben wollte, bis ich auf die Tafel gezeigt habe und sie gesagt hat: “Ahh, TschickenbUrger!” Also die sagen wirklich Burger, so wie Burg mit -er daran :-)
Das zeigt dann auch, wie wenig phonetische Phantasie sie haben und nicht darauf kommen, dass man einen Burger haben möchte, wenn man “Börger” sagt – naja ich bin froh, dass ich Englisch und Französich gelernt habe.

Der Spanier… liebt einfach das Leben. Wein und gutes Essen bestimmen das Stadtbild – die gute Laune ist quasi in der Luft zum Atmen enthalten.

Der Spanier… ist anders als der Durchschnittsdeutsche. Das zeigen nicht nur die o.g. Fakten, sondern einfach der Alltag und die andere Atmosphäre. Mir persönlich gefällt die spanische Variante bei Weitem besser als die gewohnte, aber wie ich bereits in einem anderen Artikel gesagt habe: 1 Kontinent, aber 2 Welten!

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Das war nun der lang versprochene Artikel. Eigentlich wollte ich ihn im letzten Jahr zeitnah nach meiner Ankunft schreiben, was unklug gewesen wäre, da sich viele Beobachtungen + Fakten erst mit der Zeit ergeben haben.
Nun ist er jedoch da und es gilt ja immernoch: Besser spät als nie ;-)

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Ich hoffe, das Lesen hat (zumindest ein wenig) Spaß bereitet und ihr habt nun einen recht guten Einblick in die Besonderheiten dieser Kultur!

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Wie gesagt, ich packe jetzt meine Sportsachen und dann geht es in grob 30 Minuten auf zum Sportkurs. Danach ist mal wieder ein MaggiFix-Kochabend angesagt.
Den nächsten Artikel wird es am Donnerstag geben, bis dahin soweit!

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Hasta el jueves, Saludos! :-)

Einer geht noch, einer geht noch weg…

Januar 29, 2011

Samstag; 29. Januar; 21.24 Uhr
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Und zack, wieder eine Woche vorbei! Dass ich nicht viel zu tun habe, macht sich gar nicht (mehr) so krass bemerkbar, da die Zeit wieder fliegt – so wie im letzten Jahr!

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Diese Woche war wieder ganz klar von Abschieden geprägt. Am Montag habe ich zunächst Abschied von der Möglichkeit, meine einzige Klausur hier mitzuschreiben, genommen. Das (warme) Bett war einfach überzeugender als eine Klausur, deren Ergebnis für mich und meine Studien eh ohne Auswirkungen ist.

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Am Mittwoch war ich dann noch einmal beim ParqueRioja, dem hiesigen Einkaufszentrum außerhalb der Stadt! Der McDonalds daneben hat meine Entscheidung, noch einmal dorthin zu fahren, auf jeden Fall stark beeinflusst.
Viel kaufen kann ich mir eh nicht, da ich kein Geld habe und auf keinen Fall wieder lästiges Übergewicht – und damit verbunden – astronomische Preise für Übergepäck o.ä. zahlen mag.

Am Mittwochabend ging dann der Abschieds-/Partymarathon los. Jess (die Australierin) ist am Donnerstag in aller Früh Richtung Madrid und später über viele Umwege Richtung Australien aufgebrochen. Also haben wir uns zu einer Abschieds-Pinchotour mit anschließender Bar-/Clubtour getroffen und bis lange in die Nacht mit ihr gefeiert ehe sie dann nach Hause musste um ihre Sachen zu holen und den Bus um 6Uhr morgens zu erwischen. Bei ihr ist es sehr schade, dass man sich vermutlich(?) nie wiedersehen wird, denn sie gehörte eindeutig zu den sehr coolen Menschen hier und das nicht nur, weil sie uns sowohl auf den Wein- als auch auf den Sportkurs aufmerksam gemacht hat, wofür ich ihr echt dankbar bin. Zu beneiden ist sie zwar, weil sie daheim nun in den Sommer startet und schon vom Strand geschwärmt hat. Andererseits stand ihr ein 48h-Trip bevor, von Spanien zurück nach Sydney. Per Facebook hat sie uns heute übrigens mitgeteilt, dass sie zurzeit in Korea fersthängt, nachdem das Fugzeug notlanden musste, da wohl ein Passagier auf dem Flug gestorben ist.
Weiteres dann in Kürze…

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Für Donnerstag war dann der Abschied der Mexikanerinnen geplant. Wir (das waren 4 Deutsche) waren pünktlich am vereinbarten Treffpunkt, doch von den Mexiko-Menschen keine Spur! Angedacht war ebenfalls eine Pincho-Club-Tour – das hat sich hier als Erasmus-Abschieds-Ritual entwickelt :-)

Während der Pinchotour haben wir dann ein paar von ihnen getroffen, sie selbst haben sich auch aufgeteilt und man hat sich später für das Absolut (Club) verabredet. Dort sind sie jedoch auch erst sehr spät aufgetaucht und auch sehr fix wieder verschwunden mit der Begründung, man sehe sich ja am Samstag (heute) nochmal.
Wieso sie dann für Donnerstag ihren Abschied angekündigt haben, das weiss niemand….


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Gestern (Freitag), war dann Dino – der Mensch aus Argentinien – an der Reihe.
Aus einer SMS mit der Startzeit 22.15Uhr hat er irgendwie 1 Uhr gelesen und ist erst dann in der deutsch-dänischen WG aufgetaucht. Wir waren eine sehr kleine Runde aus 7 Menschen (der Großteil ist schon weg und die neuen Erasmus-Menschen noch nicht integriert). Bevor er kam, haben wir von Anne ein dänisches Trinkspiel gelernt, was sehr lustig ist und gut abgeht.
Als Dino kam, haben wir auf den Klassiker UNO umgesattelt und eine amerikanische Variante (Danke an Mollie :-P ) gespielt, was zur Folge hatte, dass die 1. Runde knapp 2(!) Stunden gedauert hat, ehe wir einen Gewinner hatten. 2 Stunden für eine Runde UNO, die sonst ein paar Minuten dauert – das war für die meisten Premiere! Spätnachts bzw. frühmorgens ging es dann – natürlich – wieder ein einen Club, diesmal das Casino!

Eigentlich hatte ich keine Lust mehr, bin aber doch noch mitgegangen, was sich im Nachhinein als sehr klug und glücklich erwiesen hat. Wäre ich mit Mollie und Marc nicht noch einen Umweg zum Dönerladen gegangen (obwohl ich mir nichts holen wollte und dies auch nicht getan habe) – hätte ich nicht den 10€-Schein gefunden, der ganz alleine und einsam vor der Theke lag!
Glück muss man haben… :-)
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Irgendwo war es ja auch gerecht, denn im letzten Jahr ist mir ja ein ebensolcher Schein auf misteriöse Art&Weise auf dem Weg zum LIDL abhanden gekommen, also alles wieder in Ordnung! ;-)

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Heute ist Dino dann, begleitet von den Menschen die noch hier sind, zur Busstation gegangen um den Bus um 17 Uhr nach Madrid zu nehmen.
Wieder einer weniger…

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Gleich (ab 22.30 Uhr) steht dann der letzte offizielle Abschied, diesmal  der Italiener (und dann wohl auch der Mexikaner), an. Deshalb hocken in diesem Moment noch ein paar Menschen in unserem Wohnzimmer, wo ich nun auch hingehen werde.

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Den Artikel, den ich schon ewig vor mir herschiebe und mehrmals versprochen habe, wird Anfang der kommenden Woche (wirklich! :-P ) folgen, also könnt ihr in 2-3 Tagen auf jeden Fall nochmal vorbeischauen.

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Bis dahin soweit, saludos de España! :-)

Es bröckelt langsam…

Januar 24, 2011

Montag, 24. Januar; 09.58 Uhr
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So, wieder rund eine Woche vorbei, doch wesentlich geändert hat sich nicht sehr viel.
Die Klausurenphase neigt sich dem Ende zu, doch das weiß ich nur vom Hörensagen, schliesslich wurde ich ja leider (…) mit keiner einzigen Klausur bedacht. Wobei…. heute (Montag) um 16 Uhr findet die Weinkurs-Klausur statt. Da ich mir den Kurs aber nicht anrechnen lassen kann, habe ich mich entschieden, auch nicht an der Klausur teilzunehmen. Schliesslich besteht diese zu 50% aus einem Theorieteil (ein Vorteil für den, der immer da war) und 50% Praxispart. Was ich sicher sagen könnte: Ob es sich bei einem Wein um einen Rot- oder einen Weißwein handelt. Bei allem weiteren würde ich garantiert zu viel Zeit benötigen, alleine um das alles auf  Spanisch zu übersetzen. Selbst auf Deutsch wäre es vermutlich zu schwierig, mal davon abgesehen, dass man Nuancen wie holzig, blumig und dergleichen erst einmal erkennen muss.

 

Genauso wie die Klausurenphase, geht auch in diesen Tagen von den meisten Menschen hier der Aufenthalt zu Ende. Ein paar sind schon weg (z.B. Fabia & Mert aus Deutschland) und der Rest zieht die Tage peu-a-peu los.
Diese Woche ist beispielsweise von Jess (Australien) der Abschied, nachdem sie nun 1 Jahr hier gewesen ist. Auch die Mexikanerinnen haben zu einem abschließenden Abend eingeladen. Vor ein paar Minuten habe ich von einer Dänin eine e-mail bekommen, die meine Adresse wohl über die Uni bekommen hat. Sie beginnt hier in diesen Tagen mit ihrem Aufenthalt und hat mich gebeten, ihr einige Infos über die Stadt, die Uni und so zu geben. Ich habe sie erst einmal auf Facebook vertröstet… :-P

In der vergangenen Woche habe ich es dann geschafft, endlich wieder einigermaßen fit zu werden, was auch nicht sonderlich schwer war, denn nach wie vor, steppt hier nicht mehr zwingend der Bär.
Vielleicht ein Bärchen – aber richtig die Party ging am Samstagabend (vorgestern quasi) erst wieder.
Jacqueline hat im Namen der deutsch-dänischen WG zu sich geladen und aus einer anfangs kleinen Gruppe wurden später ganz schön viele. Die Mexikanerinnen hatten ein sehr sehr leckeres Getränk (dessen Namen ich leider vergessen habe) mitgebracht, von dem habe ich dann mit “Heidi” (eine von ihnen) den Großteil der Flasche gemopst. Dazu noch ein bisschen Bier und plötzlich war ich ganz gut betrunken ;-)

Von der WG aus ging es noch in 1-2 Clubs. Ich bin aber irgendwann mit Caro (Deutschland) und Anne (Dänemark) nach Hause gegangen, bzw. habe die Beiden bei sich daheim abgesetzt, denn vor allem Anne war “witzig drauf”. Das Foto unten, bei dem eine Dame barfuß nach Hause läuft – das ist Anne :-P

Als Andenken an den Abend habe ich circa 1,5 Meter Alufolie, die ich am nächsten Morgen in meiner Hosentasche gefunden habe – fein gefalten.
Ich weiss zwar nicht woher sie kommt, aber Alufolie kann man ja prinzipiell immer gut gebrauchen ;-)

 

Mollie und Clementine sind zurzeit in Belgien, seit Freitagmorgen. Clementine fährt von dort aus nach England um von England wiederum zurück in die Staaten zu fliegen. Mollie hat sie deshalb noch zum Abschied begleitet und kommt heute Abend/Nacht dann wieder.

 

 

Gestern Abend habe ich dann, um auch mal ausgenommen der Vorweihnachtszeit selbiges zu erleben, mal wieder die lokale Kirche aufgesucht. Eine Messe ähnelt doch stark den deutschen Abläufen und ich weiss nun, was die Menschen beim Friedensgruß “murmeln”!

 

Übrigens:
Mir wurde von der Universität Münster, besser gesagt vom InternationalOffice, das für ERASMUS & Co zuständig ist, übrigens ein Job (leider wohl unbezahlt?!) offeriert – doch dazu schreib ich mehr, wenn meine Frage-email von den zuständigen Menschen beantwortet wurde.
Apropos Office, ich muss noch hier zum selbigen gehen um endlich mein Sprachtestdiplom abzuholen, das dort bereits seit Anfang Januar auf mich wartet ;-)

 

 

Das soll es dann auch schon gewesen sein. Der Artikel ist zwar etwas kürzer als sonst, aber wie bereits gesagt, viel mehr gibt es grad nicht zu schreiben, es sei denn ihr wollt wissen, was ich morgens auf mein Brot schmiere oder welche (hässliche) Farbe der Flur unserer Wohnung hat. Davon gehe ich aber erst einmal nicht aus, falls doch: Lasst es mich wissen ;-)

 

Damit bin ich raus – heute ohne Zugabe! :-)
Bis ganz bald….

 

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Fotos:
Ein Paar Impressionen passend zum Bericht, anbei 2 Stück:


Der Wohnzimmertisch in der deutsch-dänischen WG am Samstagabend :-)


Anne (li.; barfuß) & Caro auf dem Heimweg von Club&Co.

Ein ruhiger Start – die erste Woche zurück

Januar 15, 2011

Samstag, 15. Januar; 19.00 Uhr

Eigentlich wollte ich schon eher wieder schreiben, aber naja, das wär ein arg kurzer Artikel geworden, denn wie bereits vergangene Woche angemerkt, ist hier eher tote Hose derzeit.
Ich war unter der Woche in beiden großen Einkaufszentren (Berceo & ParqueRioja) und das waren auch schon die Highlights. Nachdem es mir Mittwoch gesundheitlich besser ging, war es am Donnerstag deutlich schlechter wieder. Mittlerweile fühl ich mich wieder ganz fit soweit.

Die anderen Menschen haben sich am Donnerstag der Tradition verpflichtet gefühlt und haben den sog. “Thirsty Thursday” bzw. “Dia de la pinta” (Halber Liter Bier für 2€ …) wahrgenommen. Danach waren sie bei uns zum weiteren Vorglühen und dann wollten sie Bowlen und später durch die Clubs ziehen. Mein Club war mein Bett, ich bin bereits gegen 17.30 Uhr nachmittags eingeschlafen. Generell verbring ich derzeit erschreckend viel Zeit in und auf meinem Bett.
Eigentlich müsste ich als Matratzentester oder Proband für Schlafexperimente arbeiten, ich denke damit könnte ich ganz gut Geld verdienen. Davon brauch ich nämlich derzeit dringend was : )

Es war vor diesem Hintergrund vielleicht auch nicht ganz so klug, bei ebay “einfach mal so” bei einer Auktion mitzubieten, in der mein Lieblingsparfum versteigert wurde. Den Zuschlag habe ich zwar bekommen, jedoch für recht viel Geld. Das letzte Mal, dass ich für sowas gut Geld gelassen habe, war ein Parfumset Anfang Dezember, also noch gar nicht so lange her. Naja, wird irgendwie als verspätetes Weihnachtsgeschenk an mich selbst verbucht.
Wenn irgendwer Geld spenden mag, ich nehm alles – auch Schecks ;-)

Passend war auch die email von einer Elena, die mich erreicht hat. Sie ist in Russland und hat sich tausendmal für ihr schlechtes Englisch entschuldigt.
Aber es sei so kalt und die Heizpreise so hoch und sie habe ja kein Geld und hat mich deshalb gefragt, ob ich einen Heizofen(!) über habe, den ich ihr schicken könnte. Naja, klar dass es sich um Spam handelt – die Texte waren schonmal kreativer. Ich könnte maximal eine selbstzündene Shishakohle hinsenden ;-)

Das Gute an der vielen Freizeit ist, dass ich theoretisch nun die 4 Hausarbeiten abarbeiten könnte, die ich meinen münsterschen Studien noch schuldig bin. Eine von denen hätte ich schließlich schon vor 4 Monaten abgeben sollen (…) ! Mal sehen ob ich damit die nächsten Tage mal anfange.
Jedoch kann ich die Freizeit gut nutzen um an meinem Kreativprojekten zu arbeiten sowie ein paar Dinge für mich klarzukriegen und zu klären.

Zurück zum Schlafthema noch einmal kurz.
Kann man einen kaputten Schlafrhythmus noch kaputter machen? Ja, kann man – ich kann es auf jeden Fall!

Habe ich letzte Woche noch immer von 14 Uhr bis 1Uhr geschlafen und war nachts wach (also einfach mal umgekehrter Tag – hallo Ferienlager! ^^) – bin ich mittlerweile so weit, dass ich abends um 21Uhr (!) müde werde und dann ganz gerne mal “morgens” um 5.30Uhr oder – wenn es gut läuft – erst um 8.30 Uhr aufwache.
Wie schon Kapelle Petra richtig sagte:
“Ein Tag ist viel zu lang, wenn man (zu) früh aufgestanden ist!:-)

Da war mir meine nachtaktive Phase doch noch lieber, auch wenn man dann nicht einkaufen kann und dergleichen… :-D

Heute wäre früh schlafen zu gehen aber nicht so cool, denn wir haben mal wieder eine WG-Party hier bei uns. Mollie und Clementine (ihr Gast) sind auf nach Barcelona gefahren um da ein Wochenende zu verbringen mit dem Höhepunkt, dass die beiden sich am Sonntag ein Barcelonaspiel live anschauen werden.
Jedenfalls ist hier heute dann mal wieder was los, da wir die einzige WG sind in der niemand (ernsthaft) für Klausuren lernen muss – mal schauen wie lange ich durchhalten werde.

 

Was war sonst noch?
Die ausgebrannte Wohnung wird derzeit fleißig renoviert. Von morgens bis abends wird gehämmert, geklopft, gebohrt und solche tollen Dinge. Unser Treppenhaus ist voll mit Material und Werkzeug. Es ist nicht sicher, aber eine Frau/Mädchen/Studentin ist mit irgendwas im Bett eingeschlafen: Haarglätteeisen oder Fön.
Sie selbst sieht nun am Körper wohl so aus wie Niki Lauda am Kopf – ganz genau hat Marc es nicht verstanden als er mit Marta gequatscht hat.

Wettertechnisch ist das Wochenende nicht ganz so gut wie die letzten Tage.
Vorgestern beispielsweise waren es noch 16 Grad und Sonne pur – aber richtig kalt ist es ja auch in Deutschland nicht.

Ich muss nun noch Maggi-Nudel-Schinken-Gratin zaubern und dann kommen irgendwann auch schon die ersten Menschen. ;-)

Bis bald!

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Anbei noch ein Wetter-Foto:

2011: neues Jahr – Zurück In Spanien

Januar 9, 2011

Sonntag, 09. Januar; 04.45 Uhr
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Vorwort:
Sorry, ich weiss, ich wollte kurz nach der Ankunft in Deutschland einen rückblickenden Artikel schreiben, wie ich es angekündigt hatte. Leider fehlte dazu der passende Moment, aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Spätestens nach der Rückkehr wird es einen geben – inhaltlich wird das ähnlich ausfallen!

+
Sooo, da bin ich wieder daheim. Bin auch ganz gut angekommen, wenn man die Umstände vor der Abreise bedenkt. Aber dazu dann gleich mehr!

Jetzt gerade ist es viertelvorfünf, ganz okay die Zeit. Vor allem wenn man bedenkt, dass ich vom 30.12. bis zum 05.01. des neuen Jahres an keinem Tag Tageslicht gesehen habe, es lebe der verdrehte Schlafrhythmus!

+

Was man direkt wieder bemerkt hat ist der krasse Unterschied zwischen Spanien und Deutschland. Damit meine ich nicht nur das Wetter, denn die Szene beim Aussteigen aus dem Flieger sah wie folgt aus:

Bilbao, 8.53 Uhr: 18 Grad Plus – die Frisur war eh keine mehr! :-P
Her in Logroño haben wir derzeit ähnliche Temperaturen – also mehr als angenehm wenn man im Shirt einkaufen kann (…) .
+
Nein, vielmehr das Leben und die ganze Erscheinung. Irgendwie kann man das nur schwer beschreiben, aber Spanien ist (…) anders.
Zusammengefasst: Zwar 1 Kontinent – doch 2 Welten!

+
Nun zum Deutschland-Urlaub:
Es waren zwar “nur” 17 Tage, doch die meisten waren voll mit Programm:
Wiedersehen, Weihnachtstage, viele Treffen und natürlich die Party (hier nochmals: besten DANK an alle Helfer!).
Wie gesagt, es ist einfach anders…. Die Rückkehr nach Spanien war nicht mehr so ungewohnt wie damals im September beim Aufbruch. Die “Ferien” waren jedoch soweit ganz witzig, wenn auch nicht alles optimal gelaufen ist. Aber das im Einzelnen zu erläutern würde auch zu weit ausholen – gewisse Menschen wissen (hoffentlich) was gemeint ist.
+
+
Ein paar Sachen jedoch waren noch sehr offen und blieben abzuwarten. Ich versuche fix den Stand/die Umstände darzustellen, wie sie kurz vor der Rückkehr aussahen:

Zunächst habe ich online keinen Bus finden können. Normal sind die Busse immer gelistet, doch für den Tag gab es einfach keine. Ich ging also davon aus, nicht aus Bilbao wegzukommen und hatte mich schon darauf eingestellt, dass ich dort irgendwo übernachten musste. Glücklicherweise wurde der neue Jahresfahrplan noch nicht eingepflegt und ich konnte einen Bus erwischen.
Am Donnerstag, quasi 1 Tag vor meinem Flug, hab ich dann via Facebook erfahren, dass es bei uns gebrannt hat. Ben hat eine kurze Meldung online gestellt, dass er um 8 Uhr morgens von Feuerwehrmännern geweckt wurde und auf die Straße musste. Dort hat er dann auch ein Foto des Hauses geschossen, wie die Flammen aus den Fenstern lodern. Mollie und Marc sind erst am gleichen Tag wie ich wiedergekommen. Achja, der Brand war zwar nicht bei uns in der Wohnung, sondern im vierten Stock. Trotzdem riecht es nun im ganzen Haus nach Feuer bzw. verbrannt und Löschwasser war noch im Treppenhaus auf dem Boden. Die Ursache ist noch unklar, doch sollte man den Fahrstuhl derzeit nicht benutzen und Lüften ist auch nicht drin, da auch der gesamte Innenhof einfach nur verkohlt riecht :-(

Dazu kommt dann noch eine dicke Kreditkartenabrechnung, die ich noch nicht ganz nachvollziehen kann. Mir bleiben zzt. also ganze 65€ und die Miete muss noch bezahlt werden. Das muss ich also noch irgendwie regeln!
Dass ich auf dem Rückflug dann (unverständlicherweise) noch dickes Geld für angebliches Übergepäck zahlen musste, war auch eher schlechtes Timing. Die Mitbringsel/Geschenke waren also ein teures Vergnügen, naja auch selbst Schuld irgendwie.
Als kleinstes Problem erscheint dann die Tatsache, dass ich derzeit (mal wieder) nicht fit bin und mich gefühlt grippegeschwächt auf den Weg gemacht habe. Früher Zug (da früher Flug) und dann noch nachts am Düsseldforfer Flughafen abhängen – es gibt definitiv coolere Erfahrungen!
Also zusammengefasst:
Quasi pleite, krank, ohne Aussicht auf einen Bus nach Logroño und es hat gebrannt – mit diesen Umständen ging es also auf den Weg zurück nach Spanien – was geht ab?!

Naja letztendlich hat es ja dann, wie gesagt, hingehauen und ich bin wieder da. Ein paar andere Menschen sind auch schon hier, der Großteil kommt erst dieses Wochenende oder gar nicht mehr. Die meisten müssen ja nun auch lernen für die Klausuren, davon bin ich ja zum Glück nicht betroffen.

Besuch haben wir auch wieder: Clementine – eine Freundin von Mollie – wohnt nun für gut 1 Monat hier bei uns. Ich hab sie erst zweimal kurz gesehen und kennengelernt, scheint aber soweit ganz nett zu sein! :-)

+
Was ist sonst noch geschehen?
Achja, am vergangenen Donnerstag war ich nochmal, wie auch beim letzten Mal am Tag vor der Reise nach Spanien, beim nahen Grill auf einen Teller Currywurst-Pommes – diesmal jedoch alleine.
Da ist dann etwas gar untypisch-deutsches passiert:
Ich habe das Essen bestellt und mich an einen Tisch gesetzt, als mir eine ältere Dame auf die Schulter geklopft hat mit einer Flasche Cola in der Hand. Sie hat mich gefragt, ob ich diese haben möchte (sie war halbvoll – also die Flasche ;-P) und hat dreimal gesagt, dass sie NICHT aus der Flasche getrunken hat, sondern ein Glas benutzt hat – aber die 0,33L Flasche wäre jedesmal zuviel und bevor die weggekippt würde…
Ich habe es dankend angenommen und mich wirklich gefreut, sowas passiert (in Deutschland) ja wirklich nicht oft. Sehr nett von ihr! Die Bedienung hat mich dann noch gefragt als sie das Essen gebracht hat , ob der Vor-Gast (gibt es das Wort?) die Flasche hat stehenlassen bzw. diese nicht abgeräumt wurde. Ich habe es dann kurz erklärt und hatte eine Cola zum Essen gratis dazu. Abgesehen davon, dass in Spanien niemand gefragt hätte wo die Flasche herkommt, war es wirklich eine sehr nette Geste der älteren Dame. Ungewohnt für deutsche Verhältnisse – aber halt sehr cool und eine gute Vorbereitung auf die spanische Lebensweise.

Wo wir gerade bei dem Thema sind:
In Spanien ist es bei McDonalds so, dass man zu jedem Burger(!) ca 2-3 kleine Tütchen Ketchup/Mayo bekommt.
Als ich nach der Landung in Deutschland am Düsseldorfer Flughafen bei McDonalds war – stand vor mir eine Frau, die sich kurz zuvor ein Menü gekauft hatte, fälschlicherweise jedoch statt 2 Tüten Ketchup eben 2 mal Mayo bekommen hatte. Sie wollte diese umtauschen und die Kassiererin hat beide genommen, ihr jedoch nur 1 Tütchen Ketchup gegeben mit dem Hinweis, dass die Frau das zweite erneut zahlen müsste. Irgendwer hinter mir hat dann “Typisch Deutsch!” gemurmelt – so wahr!
Naja gut, wenn man den Vergleich sieht, ist es einfach so….
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Marc hat seinen Aufenthalt ja schon seit längerem ausgedehnt auf 2 Semester. Mollie bleibt eh bis Juni und Ben zu 95% auch. Er wartet noch, wie ich, auf eine Antwort des Koordinators. Er ist jedoch schon bedeutend weiter und hat schon eine Mahnung der Uni bekommen, dass sie eine Rückmeldung brauchen. Die Frist scheint also theoretisch schon abgelaufen zu sein. Es steht also noch nicht ganz fest, ob ich Mitte Februar oder erst um Juli wieder in Deutschland bin, doch es könnte eng werden.
Naja, ich will ja eh noch zu Vivian nach Ecuador, da geht ja auch noch 1 Semester flöten dann. Ich denke, dass es in den kommenden Tagen dann Neuigkeiten diesbezüglich gibt…

Aufgrund meines immensen Jetlags (ohne Zeitverschiebung) sowie der Tatsache, dass ich derzeit eher krank als gesund bin, habe ich mir dann erstmal einen gesunden Schlaf gegönnt. Nachdem ich ja wegen des Fluges nicht schlafen konnte und der Bus von Bilbao nach Logroño mehr wie ein halber Leichenwagen gerochen hat (es waren unzählig viele kranke(?) Rentner anwesend) und ich auch da nur kurz eingenickt bin, habe ich direkt nach der Ankunft hier in der Wohnung erstmal 7 Stunden gepennt. Dann gab es eine kurze Wachphase und ich habe 5 Stunden draufgelegt. Gestern morgen bin ich deshalb schon um 6 Uhr aufgewacht und habe mir bis 10 Uhr die Zeit vertrieben, ehe ich dann erneut eingeratzt bin und mir als Sahnehäubchen quasi weitere 10 Stunden gegönnt habe.
In der Summe habe ich also mit kurzen Unterbrechungen satte 22 Stunden geschlafen – das kommt auch nicht oft vor, aber da hier derzeit (noch) nicht viel geschieht -wieso nicht? ;-)
Doof nur, dass ich gerade gar nicht müde bin…
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Nun gut, das soll dann auch erstmal wieder reichen, mal sehen was der Tag und die folgende Zeit bringt. Wenn es neues gibt oder auch so, werde ich hier wieder etwas schreiben. Ein Artikel bin ich ja eh noch schuldig, den ich schon seit längerem geschrieben haben wollte.

Also, viel Spaß bei den kalten Temperaturen, ich bewege mich mal Richtung Bett, mal schauen was geht!

Bis dahin… ;-)

Driving Home For Christmas

Dezember 20, 2010

Montag, 20. Dezember; 15.39 Uhr
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Langsam aber sicher werden die Zelte hier abgebrochen. Ein paar Menschen sind schon weg, und die, die nicht hierbleiben, brechen die Tage auf gen Heimat!
Ich habe gerade erstmal ganz entspannt am Netbook eingecheckt. Natürlich waren die XXL-Beinfreitheitplätze schon nach ein paar Sekunden weg – naja dann wird es halt ein normaler Sitzplatz. :-/
Gut, dass ich zum Packen noch ein wenig Zeit habe, denn ich habe beim Web-Check-In gesehen, dass ich weder meine radioaktiven Elemente noch Nassbatterien mitnehmen darf (…)- das hätte ich ja dann alles wieder auspacken müssen :-)
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Eine weitere Erkenntnis ist, dass mein Blog aufgrund des “ö” in der Homepageadresse ja gar nicht von nicht-deutschen Computern besucht werden kann, da es den Umlaut auf der Tastatur nicht gibt (mit oe ist es eine andere Adresse, die mir mal gehört hat, nun aber nicht mehr).
Naja, das nur am Rande…
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Kurzer Rückblick auf die vergangenen Tage:

Am Donnerstag stand ja unsere Christmas-Goodbye-Party an. Ich bin dafür noch vorher zum “ParqueRioja” (Einkaufszentrum) gefahren um beim Lidl nach Glühwein zu schauen – der war vor kurzem im Angebot. Es war aber keiner mehr da - vermutlich nur ein Wochenangebot. Wir haben dann mit diversen Zutaten eigenen aufgesetzt, der auch gut angekommen ist.
Gut angekommen ist generell der ganze Abend. Wir hatten zwar 36 Zusagen im Vorfeld, aber davon waren dann “nur” rund 30 Menschen da, was für eine nicht so große Wohnung auch okay ist.
+
Auch das Wichteln war eine gelungene Aktion., auch wenn manche es als “Schrottwichteln” aufgefasst haben.
Ich habe einen Flaschenöffner im SpanienDesign, “hübsche” Weihnachts-Baumanhänger sowie Süßigkeiten verschenkt – der preisliche Rahmen war ja so grob 3€. Jeder, der etwas mitgebracht hat, durfte auch etwas aussuchen. Wir haben Nummern gelost um die Reihenfolge zu bestimmen (Ich hatte die Nr. 11) und die Geschenke alle unter unseren tollen Weihnachtsbaum im Wohnzimmer gelegt.
Da waren schon witzige Sachen dabei im Endeffekt: Marc hat Lockenwickler bekommen, Erica (Irin) Spülschwämme, es gab eine Porno-DVD  vom China-Laden, einen weiteren Flaschenöffner, ein flauschiger Klobrillenbezug und vieles mehr. Mein Wichtelpräsent  hat Charlène (Frankreich) bekommen.
+
Mein Geschenk war ein Kondom sowie ein Anspitzer (…) – liebevoll in Zeitungspapier eingepackt, danke dafür! :-D

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Der Abend war sehr lustig bis auf die Tatsache, dass man einige zum letzten Mal gesehen hat. Und lang ging er – ich war, glaube ich, gegen 5.30 Uhr im Bett. Zach und Mollie haben zu späterer Stunde noch komische Tänze auf dem Wohnzimmertisch dargeboten und ganz zum Schluss wurden noch die Klassik-Weihnachtslieder angeschmissen.
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Am Freitag wollten wir eigentlich noch mit allen (die noch da sind) eine Pinchotour machen – zumindest habe ich das mit Jess so geplant.
Ich habe dann dummerweise im Endeffekt als Einziger gefehlt: Ich bin zwar  bereits um 12 Uhr aufgewacht (nach rund 6h Schlaf), jedoch um 16 Uhr wieder müde geworden. Ich habe meinen Wecker extra auf 18 Uhr gestellt um auf die 6 Stunden noch 2 weitere draufzulegen. Aus den 2 wurden dann aber 8 Stunden mehr, sodass ich erst um 24 Uhr abends aufgewacht bin – naja blöd gelaufen!
Damit war der Freitag jedenfalls schonmal vorbei….
+
Am Samstag bin ich nochmal zum ParqueRioja gefahren, mitten in den Weihnachtstrubel. Noch ein paar Lebensmittel gekauft und später in der Sporthalle noch beim Uni-Fussball-Turnier zugeschaut und vorher noch bei einem Volleyballturnier von kleinen Mädchen. Das war recht amüsant, da es offensichtlich keine Regeln gab – irgendwie war jeder Spielzug ein Punkt. :-D
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+
Gestern (Sonntag) stand dann der Bayern-Sieg in Form eines Livestreams auf dem Plan und später bin ich wieder zur Kirche gegangen um die 4. Adventsmesse anzusehen.
Danach noch kurz zwei leckere Champignon-Pinchos (Ich hab es am Freitag ja verpasst…) auf die Hand und ab nach Hause.
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Heute (Montag) hat dann zum letzten Mal der famose Weinkurs stattgefunden. Passend zum Finale hat der Professor nochmal alles ausgepackt was er da hatte: 14 Weine in 90 Minuten sind definitiv eine Herausforderung! ;-)
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Leider waren es nur Rotweine und keiner hat mich wirklich begeistert. Die Klausur ist am 24. Januar, bestehend aus einem Theorie – und einem Praxisteil. Da werde ich mir noch überlegen ob ich daran teilnehmen werde.

Kurzer Wetterbericht: Die Sonne scheint hier immernoch täglich und gestern und heute ist weder Wind noch Wolke da – eben wurden 13 Grad angezeigt und in der Sonne könnte man locker im Pullover rumlaufen.
Das ändert sich ja dann in Kürze drastisch… – ich bin gespannt! :-)
Ebenso gespannt bin ich auf die Flughäfen und ob das mit den Flügen alles hinhaut, so richtig Lust auf einem Flughafen abzuhängen habe ich nämlich nicht.
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Gleich stehen dann noch ein paar Kleinigkeiten/Besorgungen an sowie ein paar Sachen, die erledigt sein wollen vor der Abfahrt und später dann das obligatorische Koffer-Puzzle mit anschließendem Quetschen.
Naja ich fang damit gleich mal an, später werde ich dann  noch eine Maggi-Lasagne zaubern! ;-)

Nos vemos pronto – hasta luego! :-)

Hinweis: Ich werde in den nächsten Tagen eine Art (Zwischen-) Fazit schreiben mit Rückblick auf den ersten Teil des Erasmus-Semesters, von der Ankunft bis zu Weihnachten!

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Anbei noch ein paar Fotos von der Christmas-Goodbye-Wichtel-Party, dem Wetter hier, Parque Rioja sowie dem letzten Weinkurs (30 Stück):

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Christmas-Goodbye-Party

Dezember 15, 2010

Mittwoch, 15. Dezember; 14.14 Uhr
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So, nun gibt es mal wieder einen Eintrag. Diesmal auch kürzer als der Barcelona-XXL-Eintrag, was vor allem daran liegt, dass es hier eher ruhig geworden ist. Laura (England) ist beispielsweise heimlich mit Sack und Pack schon komplett weg und die meisten Anderen fahren/fliegen an diesem Wochenende Richtung Heimat!

Vergangenen Donnerstag war ich zu kaputt um morgens um 9 Uhr zum Kino-Literaturkurs zu gehen. Schade drum, denn es war die letzte Stunde, diese Woche ist nicht mehr. Abends hatten wir uns eigentlich mit José-Maria im Café London zum “Dia de la pinta” (0,5L Bier für 2€) verabredet doch er ist nicht gekommen. :-(
Vermutlich hat er es vergessen, naja passiert leider…
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Freitag bin ich abermals zum “Parque Rioja” (Einkaufszentrum) gefahren, um mich dort ein wenig umzusehen und zu shoppen – was auch recht erfolgreich war. Das war aber auch das einzig Produktive an diesem Tag :-D
Samstag stand nach dem Bayern München Sieg abends ein “Beer-Pong-Turnier” auf dem Plan – in unserer Wohnung. Diese haben wir übrigens (damit wenigstens ein bisschen Weihnachtsstimmung aufkommt) mit Weihnachtsdeko geschmückt, die wir in einem Schrank hier gefunden haben. Mollie hat das Ganze organisiert (es gab auch wieder ihre sauleckeren Cookies!) und wir hatten via facebook ein paar Menschen eingeladen.
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16 Stück wurden es, so dass wir in 2 Räumen je 4 Teams à 2 Leute hatten, die per Losverfahren zugeteilt wurden. Ich hatte das Glück mit Megan spielen zu dürfen. Sie ist Amerikanerin – eine Freundin von Mollie – und beherrscht das Spiel in Perfektion. Also war es kein Wunder, dass wir locker in das Finale eingezogen sind. Dann musste sie leider weg und ich habe mit Jacqueline weitergespielt. Das Finale haben wir dann verloren – ob es Zufall ist sei dahingestellt :-P
Diesmal ist jedenfalls keine Scheibe oder so kaputt gegangen. Nur Pamela, eine der Iren, hat wohl zu viel Bier in zu kurzer Zeit getrunken und das kam dann in 4 ”Portionen” wieder an die freie Luft. Unser Wohnzimmer und Sofa sind nun jedenfalls sauberer als zuvor :-)
Davon habe ich – zum Glück – nichts mehr mitbekommen, da ich mich um 3 Uhr in mein Zimmer verkrümelt habe um zu schlafen, davor die Nacht konnte ich nämlich nicht schlafen und habe das dann ausgiebig nachgeholt – ich sag nur 15 Stunden! ;-)
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Sonntag bin ich dann quasi nach dem Aufstehen mehr oder weniger losgezogen, um am 3. Adventssonntag die lokale Kirche am Marktplatz aufzusuchen. Die Kirche ist echt eindrucksvoll und die Messe war auch nett. Verstanden habe ich nicht soo viel, aber ich kenne ja die Abläufe und das stimmte alles überein mit dem Gewohnten. Nach genau 45 Minuten war sie vorbei und ich habe mir noch einen Pincho-to-go mitgenommen auf dem Weg nach Hause.
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Am Montag hat dann zum vorletzten Mal der Weinkurs stattgefunden. Wieder mit einem spanischen Gastdozenten, der in Frankreich arbeitet. Es gab ausnahmsweise keine Weinsorten zum probieren, sondern: Champagner ! :-)
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Der gute Mann hat am Anfang gebeten, dass sich jeder 4 Gläser bereitstellt. Das bedeutet normalerweise, dass man 4 verschiedene Sorten – diesmal von Champagner – verköstigen wird. Am Ende waren es dann 9 Sorten, jede Flasche in der Preisklasse zwischen 30€ bis 55€. Nach der fünften bin ich aber schon gegangen, da er zu dem Zeitpunkt die Vorlesungszeit bereits um 30 Minuten überzogen hat und ich noch einkaufen wollte. War aber eine nette und vor allem neue Erfahrung, mal (teuren) Champagner zu trinken – ist aber eher nicht so mein Ding.
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In den letzten beiden Tagen hat sich auch nicht so sehr viel ergeben. Manche schreiben schon Klausuren und lernen deshalb – andere reisen noch herum.
Heute morgen (es ist kälter geworden, eben hat das Thermometer nur noch 3° C angezeigt) ist etwas schnee-ähnliches vom Himmel gefallen. Schnee-ähnlich, weil bloß alle 10m Meter mal ein Mini-Flöckchen heruntergekommen ist, von richtigem Schnee zu reden wäre also übertrieben. Darauf warte ich immer noch….
Eben habe ich dann in weiser Voraussicht schon das Busticket für die kommende Woche nach Bilbao Richtung Flughafen gekauft, nicht dass ich den Bus wieder verpasse und dann hier festhänge – der kluge Mensch denkt vor! :-)

Morgen ist nochmal ein Highlight: Die Christmas-Goodbye-Party inkl. Wichteln! Sie wird – natürlich – wieder bei uns stattfinden und wir haben in der Facebook-Gruppe bereits satte 38 Zusagen, das wird ne witzige Party.
Manche Menschen, wie zum Beispiel Deborah (Australien) wird man das letzte Mal sehen, da sie am 22. Dezember komplett nach Hause fliegt. Andere wollen den Januar noch für Reisen etc. nutzen, ehe sie auch wieder heimkehren. Ich bin mal sehr gespannt und freue mich auf morgen abend – das wird garantiert eine lustige Sache.
Ich werde auf jeden Fall zu dem Abend noch etwas schreiben und Fotos online stellen.
Jetzt werde ich mich erstmal eine Runde auf’s Ohr hauen und später etwas leckeres kochen!

Bis dahin, hasta luego! ;-)

Hier noch ein paar Fotos (17 Stück) vom Beerpong-Turnier:

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Barcelona: Geiler Trip mit “Unhappy-End”

Dezember 8, 2010

Mittwoch, 08. Dezember; 04.23 Uhr
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Mal wieder eine Nacht ohne Schlaf! Naja, wenigstens nutze ich die Zeit dann und schreibe diesen Artikel statt nur auf dem Bett rumzuliegen.
Er ist jedoch  ein gutes Stück  länger als gewohnt, was daran liegt, dass Barcelona (genau wie das ganze Semester) so voll von zahllosen Erlebnissen ist, die in kürzestem Abstand aufeinanderfolgen. Platz für Langeweile blieb in Barcelona jedenfalls keiner. Also nehmt euch ein wenig Zeit, danach habt ihr eine gute Übersicht über einen sauguten Trip! ;-)
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Noch kurz zur letzten Woche: Wie gesagt, hat ja die letzte Sportstunde dieses Semesters stattgefunden. Wir hatten freie Wahl ob des Programms – doch letztendlich hat er vorgeschlagen, dass wir damit aufhören, womit wir auch begonnen haben: Volleyball!
Die Stunde war, wie sollte es auch sonst sein, superwitzig und ich vermisse den Kurs jetzt schon. Am Donnerstag will er sich mit uns auf ein Bier treffen – mal sehen ob das hinhaut. Nun aber zu Barcelona!
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Los ging es frühmorgens am vergangenen Freitag. Die Nacht auf Donnerstag habe ich ja wie erwähnt nicht schlafen können und mich deshalb dazu entschieden, komplett durchzumachen – auch wenn das eine echt harte Nuss war.
Der Bus kam nicht wie erwartet um 1.30 Uhr sondern erstmal 40 Minuten später, die wir am (kalten) Busbahnhof hier in Logroño warten durften.
Dort haben wir auch Zach (den Amerikaner, u.a. von Thanksgiving bekannt) und Nesli, eine Deutsch-Türkin die in Pamplona als Au-Pair arbeitet und öfter in Logroño ist und auch bei Marcs Geburtstag war, getroffen, die ebenfalls nach Barcelona fahren wollten.
Nochmal kurz zu unserer Truppe, die bestand aus: Ben, Marc, Mollie, Jacqueline, Humberto und mir. Da an den Außenspiegeln des Busses ein Schnee-Eis-Mix hing, habe ich Humberto davon erstmal etwas in den Nacken gesteckt. Den ersten Schnee seines Lebens hatte er zuvor zwar schon gesehen, aber noch keinen in der Kapuze gehabt bis dato. :-P

Dass ich durchgemacht habe, hatte aber auch den Vorteil, dass ich wunderbar schlafen konnte (bzw. musste). Aus Erfahrung durch die Madrid-Bustour, habe ich mir für die Busfahrt nach Barcelona glücklicherweise das Wohnzimmerkissen mitgenommen – schliesslich schlug diese mit 2h mehr (also 6h insgesamt) zu Buche. Von den 6h Busfahrt habe ich dann zusammengerechnet rund 5,5h geschlafen und nicht einmal die 30 minütige Pause mitbekommen :-D
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Wir sind aufgrund der Verspätung dann erst um 8Uhr in der Früh angekommen am Busbahnhof Nord. Von da aus haben wir die nächste Metrostation gesucht und sind Richtung Hostel gefahren. Dort angekommen hatten wir Glück: Normal kann man erst gegen 12 Uhr einchecken, da die “alten” Gäste erst um 11 Uhr auschecken müssten. Das 6er Zimmer, das wir gebucht hatten, war zum Glück frei und so konnten wir unseren Kram schon auf das Zimmer bringen. Das Hostel namens “Barcelona La Mar” ist echt super! Der Ersteindruck hat sich schnell bestätigt – es gehört nun zu meinen Top3 Hostels (neben dem in Israel und in Bilbao). Das Zimmer war nicht sehr groß, aber super sauber und jeder hatte einen riesigen Spind direkt neben dem Bett. Insgesamt war das Hostel sehr sauber, modern und jung-stylish eingerichtet – meist in blau gehalten passend zum Namen. Zu dem mordernen Touch gehört auch die Tatsache, dass jeder Gast eine personalisierte Chipkarte bekommt, mit der man die Eingangstür zum Hostel, die Zimmertür sowie seinen Spind öffnen kann. Da ich mit meinem Spind ein wenig rumgespielt habe und er irgendwann nur noch rot geblinkt hat, dachte ich erst ich hätte ihn geschrottet – leztzendlich war aber nur die Batterie leer, Glück gehabt! :-)
Zu dem super Service, den das ganze Hostel ausmacht, gehört auch das Frühstück. Es nennt sich zu Recht Buffet, da man von 8-10Uhr soviel essen&trinken kann, wie man mag. Hosteltypisch ist das Toastbrot, doch es gab neben Nutella, Marmelade und Butter auch Tee, Kaffee, Milch, O-Saft,… !
Obwohl wir offiziell erst ab 12 Uhr Gäste gewesen wären, durften wir das Angebot netterweise schon nutzen.
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Nach dem Frühstück sind wir nicht etwa schlafen gegangen, sondern direkt raus in das Leben Barcelonas. Das Hostel war sehr zentral und wenn man aus der Türe herausging, war man quasi direkt im Alltag. Obwohl man in Barcelona offiziell Catalan spricht (das ist nicht das Spanisch, was ich lerne, sondern eine andere eigene Sprache die nur gewisse Gemeinsamkeiten mit Spanisch hat) sind viele Schilder auch im “normalen” Spanisch (Castellano) oder Englisch. Generell laufen ja viele Touris dort rum und man hat auch sehr oft deutsche Menschen sprechen hören. Mit Englisch kommt man auch gut zurecht. Im Hostel selbst hing ein Plakat mit dem Angebot einer “Free-Guided-Tour” – so wie ich sie mir Marc bereits in Madrid gemacht habe. Da sie damals so super war, haben wir beschlossen auch in Barcelona eine zu machen. Ben war zwar schon dreimal zuvor dort, kennt aber auch viele Gebäude und viele generelle Informationen nicht.
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Ein krasser Zufall war,dass auf dem Plakat des Unternehmens, das im Hostel hing, eine Gruppe junger Leute bei einer Tour zu sehen war, die von einem guten Bekannten geleitet wurde: Collin. Wer nicht mehr weiß, wer das ist – hier die Lösung. Collin war der saucoole Tourguide in Madrid, der anscheinend vorher für eine andere Gruppe in Barcelona tätig war.
Da die Tour erst um 13 Uhr begann, hatten wir noch rund 2,5h Zeit und sind erstmal einfach drauf los gezogen. Vom Hostel ist es nicht weit zu der wohl bekanntesten Straße Barcelonas: La Rambla
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La Rambla zieht sich vom Hafen hoch bis zum riesigen zentralen Platz, dem “Plaza Catalunya”. Auf La Rambla sind viele namhafte Geschäfte zu sehen und viele kleine Buden, die nach Themen angeordnet sind: Es gibt Abschnitte extra für Souvenirbuden, Fressstände, Tier-Verkäufer (!), Bluemhändler, …! Die Straße ist unbeschreiblich voll. In Barcelona leben natürlich auch Millionen Menschen, der Großteil war anscheinend schon frühmorgens auf La Rambla unterwegs. Sowohl von der Dame im Hostel als auch von einigen anderen Erasmus-Studenten wurden wir schon im Vorfeld vor den “Pickpockets” – Taschendieben also – gewarnt, die es zuhauf in der Stadt und v.a. an den Touristenplätzen, also La Rambla & dem Plaza Catalunya gibt. Die sollen einem quasi schneller die Gurke vom Cheeseburger geklaut haben, als dass man ihn ausgepackt hat, vom Portemonnaie ganz zu schweigen. Gut, dass ich seit Jahren auf ein Portemonnaie verzichte und das Geld lose mitschleppe, ich hatte also nichts zu befürchten ;-)
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Die wichtigsten Sachen hatte ich in der Reißverschluss-Innentasche meiner Winterjacke verstaut, die ich in Barcelona zum ersten Mal angezogen habe. Bis dahin hat die Sommerjacke selbst in Logroño noch gute Dienste geleistet bei Wind und (kaltem) Wetter. Ich hätte die Winterjacke auch nicht gebraucht, denn in Barcelona war super Wetter: Um 12 Grad und Sonne.
Wir haben auf La Rambla dann zunächst Starbucks besucht und sind dann über McDonalds zum Plaza Catalunya gegangen um uns dort in die Sonne zu setzen.
Neben den Ständen sind auf der La-Rambla-Straße auch ganz viele Straßenkünstler zu finden. Die meisten stellen Statuen oder ähnliches dar, die sich bewegen, sobald man Geld in einen Hut o.ä. wirft. Manche haben aber echt was drauf, wie z.B. ein Mann, der sich als Ronaldinho verkleidet hat und einen Ball mit dem Kopf&Fuß balanciert hat, während er eine Leiter(!) hoch und runter geklettert ist (siehe Videos). Ebenso eine Gruppe dreier junger Männer, die mitten in der Menge Capoeira (Kampf-Tanz-Kunst) aufgeführt hat. Hier konnte man durchaus von Kunst reden, die waren echt saugut. Deshalb hat sich auch schnell eine große Menschentraube darum gebildet und sie haben gutes Geld eingenommen – zu Recht. Eine “Aktion” bestand darin, dass ich zunächst einer auf die Schultern des Zweiten gestellt(!) hat, da wäre bei mir ja schon Schluss. Der dritte Mann ist dann mit ein paar Metern Anlauf und mithilfe der Hand des untersten Mannes, die er wie bei Räuberleiter als Stütze genutzt hat, auf die Schultern des zweiten Mannes gesprungen und als Ergebnis standen dann die drei Männer aufeinander.
Ebenso eindrucksvoll ist ein anderer Trick dieser Truppe, den ich gefilmt habe (siehe Videos). Die könnten auf jeden Fall zu “Wetten,dass?” gehen und würden ohne Spezialschuhe über jedes Auto springen (…) !
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Wir haben dann die Zeit bis zum Beginn der Tour in der Sonne verbracht und sind zu 13 Uhr zum Treffpunkt gegangen. Die Tour war mit 2h kürzer als die in Madrid, doch Chris – der Tourguide, wie Collin ebenfalls Student aus England, hat uns die wichtigsten Punkte und Sehenswürdigkeiten und die wichtigstens Informationen ausreichend gezeigt. Er war zwar nicht sooo cool wie Collin, doch auch die Barcelonatour war interessant und gut für die erste Orientierung.
Wir hätten sonst nie erfahren, dass man in Barcelona nackt rumlaufen darf, insofern man Schuhe trägt. Und den Elefantenmann, der berühmteste FKK-Mensch Barcelonas (Ich kann nur vermuten, wieso er so heisst ;-) ) kannte ich auch vorher nicht.
Ähnlich verrückt ist die Geschichte, die Chris uns erzählt hat, die von einem Freund handelt, bei dem die Polizei einmal mehr Marihuana als erlaubt gefunden hat und es konfisziert hat. Nach ein paar Minuten seien die Polizisten dann zu dem Freund zurück gekommen und haben was gemacht? Nach Feuer und Blättchen gefragt! Willkommen in Spanien :-D
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Ein anderer Freund von ihm habe sein Geld verdient, indem er sich als Straßen”künstler” mit heruntergelassener Hose auf ein altes Klo mitten auf dem Plaza Catalunya gesetzt – und Zeitung gelesen habe. Er soll unheimlich viel Geld damit gemacht haben – ob es stimmt weiss niemand ;-)
Außerdem habe ich Feuerwehrmänner gesehen, die Nackt-Kalender von sich verkauft haben um Geld für die Feuerwehr zu verdienen – ich dachte immer so etwas gibt es nur in Filmen oder Serien – anscheinend auch in echt. :-P
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Neben den vielen Menschen die so ihr Geld verdienen, den Taschendieben und Typen die einem am hellichten Tag alle(!) Arten an Drogen anbieten, gibt es auch Menschen, die ihr Geld durch Betteln verdienen wollen. Alle paar Meter laufen dann meist alte Frauen herum mit einem Becher und einem Foto eines Kindes oder einem Plakat mit der Begründung. Es gibt so viele, ich glaube für jeden der noch beide Arme und Beine hat, wird nicht viel zu holen sein. Humberto hat zu den Meisten immer deutsche Schimpfwörter, die wir ihm beigebracht haben, gesagt, ohne dass er oder sie es verstehen – ganz zu unserer Unterhaltung.
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Wir sind nach der Tour auf zur ersten Shoppingeinheit aufgebrochen: In Barcelona gibt es auch sehr sehr große Einkaufsstraßen und generell überall in der Stadt viele Läden. Als Szenestadt findet man dort neben einem großen Hard-Rock-Café auch unzählige H&M, Desigual, El Corté Ingles oder auch Esprit, Bershkin, Zara, Mango, Quicksilver und alle anderen namhaften Läden die man(n) oder Frau so braucht.
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Abends haben wir dann in der Sofaecke unserer Hostels gemütlich etwas getrunken. Da man in Hostels generell immer viele unterschiedliche Menschen trifft, haben wir die Bekanntshaft mit 3 Holländern gemacht.
Die waren echt cool und trinkfest. Ich habe zuvor noch nie 3 Menschen 3 Flaschen Tequila in rund 45 Minuten trinken sehen ohne danach annähernd abzustürzen: Die haben das wie Wasser getrunken. Kurz saß noch ein Österreicher dabei, der extra für eine große Technoparty angereist ist, zu der auch Zach&Nesli gegangen sind.
Wir sind später nur noch zu einer nahen Shishabar gegangen, was sich leider überhaupt nicht gelohnt hat, da die Qualität sauschlecht war, ebenso die Hygiene und vom Preis (10€ /Kopf) ganz zu schweigen. :-O
Völlig übermüdet ging es dann ab in’s Bett.
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Am Samstag sind wir morgens zunächst zum Hafen gegangen und über einen Markt geschlendert. Dort gab es Oreo-Eis und Eis mit Kinderschokoladen-Geschmack: 2€/Kugel waren mir aber doch zu teuer. Auf dem Markt gab es viel an Fisch, Obst und dergleichen – doch die Fotos zeigen das am Besten. Ein bisschen abgefahren waren junge, tote(!) Ferkel mit Baseball-Mützen auf. :-X

Am Hafen sind wir dann zunächst in ein großes Shoppingcenter gegangen und ein paar Besorgungen zu machen. Von da aus ging es per Metro zur Sagrada Familia – einem der Wahrzeichens Barcelonas in Gestalt einer wirklich eindrucksvollen Kathedrale, die zur Besichtigung einlädt. Die Schlange davor war trotz der rund 13€ Eintritt endlos lang und wir wollten das gute Wetter ausnutzen und haben den Besuch verschoben um in einen Park zu gehen. Mitten in Barcelona liegt ebendieser Park namens “Park Güell”. Der ist superschön und riesig groß und wie die ganze Stadt voll mit Touristen.  Doch auch hier werden die Fotos wieder mehr aussagen können als zusammenhangslose Beschreibungen.
Am Abend haben wir dann im Hostel vorgetrunken und sind dann auf zu einer Party, die uns empfohlen wurde. Marc und Mollie sind mit Megan und Eric (2 weitere Amis, die auch in Barcelona waren) in einen Club und Ben, Humberto, Jacqueline und ich sind dann in’s “Otto Zutz” gegangen. Für mich war es erst circa die fünfte Taxifahrt meines Lebens, doch man kommt schnell und günstig von A nach B. Wir hatten Freikarten und konnten dann fix reingehen. Mir hat es nicht so richtig gefallen, es wurde nur House und HipHop gespielt. Zudem waren die Preise mit 12€ / Drink übertrieben krass. Trotzdem sind wir bis circa 5.45 Uhr geblieben und dann ab nach Hause gefahren. Dort haben wir Mollie und Marc getroffen und haben den Mensch an der Hostellobby (24h-Service) gebeten uns die Küche ausnahmsweise aufzuschließen. Somit konnten wir um 6.30 Uhr noch Nudeln genießen, die wir nachmittags gekauft hatten. Bis 8Uhr auf das Frühstück zu warten war dann doch zu krass. ;-)
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Am Sonntag haben wir dann ausgeschlafen und die anderen wollten das CampNou, das Stadion vom FC Barcelona besichtigen, wie ich es in Madrid bereits getan habe. Aus diesem Grund wollte ich nicht nochmal rund 20€ ausgeben und bin noch ein wenig liegengeblieben.
Irgendwann hat dann Ben angeufen, dass man das Stadion sonntags nur bis 14Uhr besichtigen kann und wir haben uns dann entschlossen endlich die Sagrada Familia zu besichtigen. Ich bin dann mit der Metro hin und habe die anderen dort getroffen. Die Schlange war zwar wieder lang aber nach gut 30min war ich mit einem Audioguide ausgerüstet und um rund 16€ ärmer auf dem Gelände der hiesigen Kathedrale. Mithilfe des Audioguides kann man sich an verschiedenen Punkten dann durch Eingabe einer Nummer Details zum Bau etc. erzählen lassen. Das habe ich dann auch gemacht, jedenfalls so lange bis ich – weiss der Geier wie – es geschafft habe, meinen Guide auf Italienisch zu stellen und nichts mehr verstanden habe. Also ab zum Infopoint und wieder auf die Muttersprache umstellen lassen. Dort wurde mir auch gesagt, dass ich nur noch 10 Minuten habe, da die Besichtigungszeit dann zu Ende sei. Man kann sehr viel Zeit in und um die Kathedrale verbringen, da man immer überall wieder neue Details entdecken kann.
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Von der Sagrada Familia wollten wir dann zum Strand düsen. Ein Teil hat das auch gemacht und Marc und ich sind noch kurz am Einkaufscenter am Hafen raus, da Marc zu wenig Unterwäsche eingepackt hat und neue kaufen musste. :-P
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Ich habe ihn begleitet, da er beim ersten Mal nicht mit in dem Center war sondern mit Mollie, die sehr kunstbegeistert ist, ein Museum besucht hat.
Hinterher sind wir die Promenade runtergegangen und haben die anderen getroffen. Ich bilde mir übrigens ein, dass das Wasser im Meer immer noch recht warm war ;-)
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Auf dem Rückweg vom Strand haben wir an einer besonderen Bar angehalten, die mir zuvor empfohlen wurde: die “Espit-Chupito-Bar”:
Chupito ist die Bezeichnung für Kurzen oder Schnaps.
Das besondere an der Bar ist, dass jeder Chupito nur 2€ kostet und man die Auswahl aus 500(!) verschiedenen hat. Die Karte ist an der Decke befestigt und besteht eben aus 500 Namen unter denen man sich nur schwer vorstellen kann, was einen erwartet. So kann man nämlich zum Beispiel folgende Kurze bestellen: Bin Laden, Findet Nemo, Tritt mir in die Eier, Harry Potter, Kuss des Todes, Bärentöter, Russisch Roulette und gaanz viele andere. Das besondere ist, dass die Barmenschen alle Mischungen auswendig kennen und manche Kurze eine kleine Show enthalten. Ungefähr jeder dritte wurde nämlich angezündet und per Sprühflasche wurde das Feuer ausgebreitet, sodass die (feuerfeste) Theke für ein paar Sekunden in Flammen stand. Mollie hat sich zum Beispiel einen “Pakt mit dem Teufel” bestellt, woraufhin ein Kreuz aus Alkohol auf die Theke gesprüht und angezündet wurde und das Pinnchen in der Mitte stand. Auch der Schnaps mit einem Tropfen Tabasco von Marc und Ben hatte eine witzige Reaktion.
Ich hatte einen “Bob Marley”, der aus drei Schichten in rot-gelb-grün bestand. Danach war ein “Chupa Chupa Cabrón” dran, der nicht so spektakulär war. Danach habe ich nach einem der außergewöhnlichsten gefragt und der sah wie folgt aus: Zunächst wurde ein gelblicher Schnaps in ein Pinnchen gefüllt und angezündet. Dazu habe ich einen kleinen Marshmallow auf einem Spieß bekommen, den ich zunächst in das Feuer halten musste. Dann wurde er in den Schnaps getaucht, aufgegessen und anschließend der extrem süße Schnaps hinterher.
Die Bar ist auf jeden Fall einen Besuch wert und man kann dort gut Geld lassen.
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Die letzte Station am Sonntagabend war eine andere Bar, die Mollie durch Megan empfohlen wurde. Dort gibt es den “Secret-Drink”, der nur in manchen Bars Barcelonas gekauft werden kann. Niemand kennt die Zusammenstellung in die Zutaten. Er basiert auf Milch und kann in verschiedenen Farben gekauft werden. Wir hatten eine grüne (After-Eight-Geschmack) und einen pinke (Zuckerwatte) Flasche – war aber nicht sooo mein Fall wie die Chupitobar! :-)
Damit war auch der letzte Abend zu Ende.
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Am Montag haben wir dann tatsächlich geschafft nochmal das Frühstück mitzunehmen, was aber vor allem daran lag, dass die anderen dann endlich das CampNou besichtigen wollten und ich ja auch bis 11 Uhr auschecken musste. Wir konnten die Sachen aber noch in einem extra Raum abstellen. Die anderen sind dann los zum Stadion und ich bin nochmal in die Stadt gegangen um noch ein wenig zu shoppen. Der Vorteil einer Großstadt wie Barcelona ist nämlich,dass alle (!) Geschäfte und Läden auch jeden Sonntag ganztägig geöffnet sind und zudem auch am vergangenen Montag, der in Spanien ein Feiertag ist. Also konnte ich in Ruhe nochmal durch die Stadt ziehen. Bei einem Straßenhändler habe ich spaßeshalber einen Ring anprobiert, den ich am Tag zuvor gesehen habe. Es war jedoch äußerst schwierig ihn wieder abzubekommen und deshalb musste ich ihn halt kaufen ;-)
Wir haben uns gegen Mittag im Hostel getroffen und sind dann mit der Metro Richtung Busbahnhof gefahren.
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In der Metro ging es dann los mit den bösen Überraschungen:
Als Mollie kontrolliert hat, ob die Fahrscheine noch da sind (nein, wir haben sie nicht verloren wie man jetzt denken könnte) ist ihr aufgefallen, dass unser Bus bereits um 15Uhr gefahren war und nicht um 15.30 Uhr wie wir dachten. Da wir aber erst um kurz vor halb am Busbahnhof waren, war er natürlich schon weg. Wir waren uns mehr oder weniger alle sicher, dass er erst um 15.30 Uhr hätte abfahren sollen, doch irgendwie haben wir einen Bus eher gebucht. Der nächste fuhr erst um 22Uhr abends, also rund 6h warten und das mit allem Gepäck. Zach und Nesli kamen kurz nach uns, auch sie hatten sich in der Zeit geirrt und ihn verpasst. Humberto und Mollie haben dann den Verkäufer des Busunternehmens bequatscht und wir mussten “nur” 8€ Stornogebühr zahlen und konnten abends mit dem Bus mitfahren – naja besser als nochmal rund 26€ für ein neues Ticket. Wir haben unser Gepäck dann am Busbahnhof in Schließfächer gepackt und sind nochmal in die Innenstadt.
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Das Wetter war am Montag mit rund 18Grad und Sonne pur außerordentlich gut. Irgendwann haben wir uns dann aufgeteilt, da Humberto und Mollie nochmal einkaufen wollten. Marc, Ben, Jacqueline und ich haben dann in einem Supermarkt Bier, Wein, Brot und Käse gekauft und haben uns auf den Plaza Catalunya in die Sonne gesetzt. Da ja Feiertag war, waren wieder so unfassbar viele Menschen unterwegs.
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Nun beginnt die Teilgeschichte, der das “Unhappy-End” im Blog-Titel zu verdanken ist:

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Wir saßen gemütlich rum und haben gequatscht bis auf einmal ein Teenager von links ankam und uns auf französisch gefragt hat, wo eine bestimmte Straße sei. Mir kam das zwar schon komisch vor, da er
a) keinen französischen Akzent hatte
b) uns ausgerechnet auf französisch gefragt hatte, obwohl wir nur Englisch gesprochen haben
c) ich ihm auf französisch geantwortet habe, aber er überhaupt nicht darauf eingegangen ist
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Nach ein paar Sekunden ist er dann schnell weggegangen und auch noch in eine andere Richtung als beschrieben.
Dann kam ein alter Mann zu uns und das Einzige was er mit hämischem Unterton gesagt hat war: “Be careful!” – richtig misteriös und ohne Zusammenhang – dachten wir!
Ben, der sich so nebenbei bedankt hat, hat sich umgedreht und mit Schrecken festgestellt, dass sein Rucksack nicht mehr da war.
Wir dachte erst er verarscht uns, aber er stand einfach nicht mehr da.
Bis uns dann klar geworden ist, dass der Junge kein Franzose sondern schlichtweg ein asoialer Taschendieb war. In dem Moment in dem er uns angeredet hat, haben wir uns alle nach links gedreht, wo er stand. Der Rucksack stand neben Ben auf der anderen Seite und wurde im gleichen Moment einfach geklaut. Der alte Mann war ebenso fix weg wie die Anderen – ich denke er hat dazu gehört.
Das Ärgerliche daran ist, dass der Trick so unfassbar einfach war und wie dumm es von uns war, dass wir nichts gemerkt haben.
Noch ärgerlicher war, dass in dem Rucksack ungefährt alles wichtige an Ben’s Sachen war: IPod Touch, neue Bench-Winterjacke, RayBan-Sonnenbrille, die Logroño-Schlüssel, diverse Ladekabel, usw. Auch der Rucksack an sich war neu – die Diebe hatten in ein paar Sekunden einen Gesamtwert von rund 700€ abgezockt – guter Stundenlohn. Zum Glück hat er sein Portemonnaie und sein Handy in der Hose gehabt – den Laptop hat er zufällig vorher rausgenommen und im Schließfach am Busbahnhof gelassen.
Ben und ich sind dann schnell quer über den Platz gelaufen und haben geschaut ob wir die Typen noch wiederfinden – keine Chance.
Der Platz war voll und die Affen sicher schon um die nächste Ecke und umgezogen oder komplett weg.
Ben ist dann mit Mollie als Zeugin zur Polizei gegangen um Anzeige zu erstatten. Doch eigentlich nur der Form halber und für die Versicherung, damit er wenigstens eine kleine Chance hat, eventuell etwas Geld wiederzubekommen. Die Typen wird man nicht bekommen. Außerdem passieren solche Fälle vermutlich im Minutentakt in Barcelona.
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Wie gesagt, dass wir nichts gemerkt haben, obwohl es doch eigentlich so offensichtlich war, ist super ärgerlich. Und das nachdem bis dahin alles gut gegangen ist bis auf die Sache, dass wir den Bus verpasst haben. Marc und ich haben dann auf Humberto und Jacqueline gewartet und haben ihnen die Story erzählt. Die dachten auch erst, wir verarschen sie, haben wir aber nicht!
Dann haben wir auf Ben und Mollie gewartet und haben wenigstens den 22Uhr Bus pünktlich erwischt. Statt, wie geplant, um 21.30 Uhr in Logroño zu sein, sind wir erst um 5Uhr nachts angekommen und waren erst gegen 6 Uhr im Bett. :-(
Achja, wir haben dann Nesli und Zach im Bus getroffen und Zach wurde übrigens auch seine Geldbörse gestohlen, jedoch schon 1 oder 2 Tage zuvor.
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Mein Fazit:
Trotz den dummen Sachen vom letzten Tag war der Barcelona-Trip jedoch das Geld und die Zeit wert. Die Stadt gehört zu denen, die man in seinem Leben sehen sollte. Sie ist zwar riesig groß und beinahe überfüllt von Menschen, doch sie ist eine wirklich bunte und vielfältige Metropole mit unzähligen Sehenswürdigkeiten.
Ich wurde oft gefragt, ob ich Barcelona besser als Madrid finde:
Barcelona ist anders!

Man kann die beiden Städte nicht vergleichen, jedoch gefallen mir beide enorm gut und ich kann nur zu einem Besuch raten – es lohnt sich in jedem Falle! Wenn man auf seine Sachen acht gibt, kann man sehr entspannt ein paar Tage dort verbringen. Vielleicht kehre ich im nächsten Jahr noch einmal zurück – mal sehen was die Finanzen sagen. Barcelona ist nämlich eine teure Stadt – allein das Hostel und der Bus waren teurer als Madrid und somit hat das ganze Wochenende enorm den Geldbeutel geschwächt.
Mal sehen was draus wird – es war aber in jeder Hinsicht saucool und lohnenswert.
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Kurzer Ausblick für die Woche: Heute (Mittwoch) ist wieder ein Feiertag und bisher ist für die Woche nicht nicht viel geplant, also eher spontan alles. Jetzt gerade ist es 7.33 Uhr spät – ich habe also allein schon rund 3h an dem Artikel geschrieben. Nun noch Fotos durchsehen (ich habe alleine in Barcelona 1028 Stück gemacht), sortieren und die Besten raussuchen und hochladen. Die Nacht wird also wieder extrem lang, aber was soll’s – da ich eh nicht schlafen kann, spricht gerade nichts dagegen.
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Die Fotos findet ihr dann im Bereich Fotos (oben rechts) und dazu noch 4 sehenswerte kurze Videoclips (Bereich: Video) zu folgenden Sachen:

Video1: Ronaldinho Straßen- & Ballkünstler (leider waagerecht) 
Video2: Chupitobar; kurzer Eindruck
Video3: Capoeira-Team; kleiner Vorgeschmack
Video4: Capoeira-Team; “Der Trick”

Viel Spaß mit den Fotos und Videos. Ich kann sie nur empfehlen und denke, dass ihr danach einen guten Eindruck des Trips habt und alles gut nachvollziehen könnt ;-)
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Soo bis dahin und buenas noches später! :-)


Update: 10.30Uhr – Der Artikel ist jetzt komplett fertig inkl. Fotos/Videos!
                  Ganze 7h Arbeit – naja nun wird versucht einzuschlafen…

Mehr Freizeit + ein Wochenende in Barcelona

Dezember 2, 2010

Donnerstag, 02. Dezember; 03.40 Uhr
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Soo, nun gibt es auch mal wieder News. Die letzten Tage waren wieder voll und irgendwie bin ich nicht so richtig fit derzeit – jetzt gerade ist es früh in der Nacht und die sieht nach nicht viel bis gar keinem Schlaf aus.
Naja, ich nutze die Zeit dann und schreibe z.B. diesen Artikel….

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Ich beginne beim vergangenen Donnerstag – dem Thanksgivingabend hier in unserer WG!  Wie berichtet hat Mollie eigens einen Truthahn geordert und die ganze Woche zuvor schon allerlei Speisen zubereitet: Truthahnfüllung, selbstgemachte Ravioli, Beilagen,etc. 
Die anderen Amerikaner hier in Logroño, mit denen Mollie sich öfter trifft, haben ebenfalls Esssachen vorbereitet und Mollie hat via Facebook noch ein paar Menschen – Freunde & Erasmus - eingeladen.
Aus den paar wurden dann ein paar mehr und unsere Wohnung war rappelvoll am Abend. Wir haben unseren “Trockenraum” als zweiten Essraum neben dem Wohnzimmer umgebaut und alles was wir an Tischen/Stühlen hatten aufgeboten. Letztendlich hat dann jeder einen Platz gehabt und zu Essen war auch mehr als genug da. Das war soooo saulecker – allem voran der Truthan. Es gab zudem noch ein Kartoffel-Möhren-Püree, eine Art Kartoffelgratin, gestampfte Kartoffeln, Beerensauce, Truthanfüllung, die selbstgemachten Ravioli, Brot und vieles mehr.
Zum Nachtisch hat Mollie dann Eis gekauft und nochmal Cookies selbstgemacht. Nicht nur kulinarisch war der Abend der Hammer. Später wurde die lange Speisetafel noch als Beer-Pong Spielfeld umgebaut, was dann ein einem kleinen Turnier geendet ist. Eine weitere Erkenntnis ist, dass die Amerikaner anscheinend auch sehr auf Sarkasmus & Ironie stehen – manche der Witze dürfte man bei uns nicht öffentich erzählen. Ich kenne jedenfalls nun ein paar neue gute! :-P
Thanksgiving ist jedenfalls ne feine Sache – das muss ich mal nach Deutschland exportieren.
Ein paar Fotos sind am Ende des Artikels zu finden….

Das Wochenende war eher ereignislos und wurde größtenteils zur (nötigen) Regeneration verwendet ;-)

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Montag
stand dann der gute alte Weinkurs mal wieder auf dem Stundenplan. Diesmal mit einer spanischen Gastdozentin. Gast insofern, als dass sie mittlerweile in Deutschland lebt und arbeitet in einer Bodega an der Mosel.
Sie hat dann den spanischen Studenten und uns etwas über den Wein in Deutschland erzählt – sehr witzig wenn Spanier probieren, deutsche Wörter wie “Trockenbeerenauslese”, “Gewürztraminer” oder “Anbaugebiet Rhein/Mosel/Hessen” auszusprechen. Da auch die Folien der Powerpointpräsentation mit deutschen Wörtern ausgestattet waren, hab ich diesmal sogar ausnahmslos alles vom Vortrag verstanden. :-)
Im Praxispart haben wir dann deutschen Wein von eben dieser Bodega verköstigt – waren nette Sorten dabei ;-)
Und ich habe das erste Mal einen Eiswein probiert – ist aber nicht mein Fall.

Nachmittags habe ich dann erst einmal 10€ verloren, wobei ich immer noch nicht weiß wann und wo. Auf dem Weg zum Lidl um ein paar deutsche Produkte zu kaufen habe ich bei der Bank gehalten doch den Schein an der Kasse dann nicht wiedergefunden als ich damit zahlen wollte. Da man nur ab 10€ mit Kreditkarte zahlen kann, musste ich nochmal schnell in den Laden flitzen und mir irgendetwas schnappen. Es kann auch sein, dass ich ihn einfach habe steckenlassen im Geldausgabeschlitz – was noch dämlicher und mir zudem das erste Mal wäre!
Naja, ist nun halt passiert….
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Abends wurde dann wirklich ganz Spanien von DEM Spiel der Spiele – El Clásico - Real Madrid gegen den FC Barcelona beherrscht. Überall in den Straßen, vor jeder Bar und jedem Café waren Aufsteller mit Werbung zur Übertragung positioniert. Das ist dann so etwas wie Schalke gegen Dortmund, nur krasser da dass das noch mehr ausartet, weil die Spanier das alles noch nationaler sehen. Die Fans des FC Barcelona sind u.a. gegen Real Madrid, da der Diktator Franco (der hier in der Vergangenheit mal die Zügel in der Hand hatte) wohl großer Fan von Real Madrid gewesen sein muss und den Klub unterstützt hat,…! Auch der ewige Sprachenstreit zwischen Spanisch/Castellano (Madrid und fast sonst überall) gegen Catalan (Barcelona) wird immer auf diesen Fussballklassiker übertragen (…).
Wir haben es daheim mit Bier und Chips auf dem Sofa per Livestream geschaut. Das Ergebnis war eindeutig – Barcelona hat Real Madrid mit 5:0 (!!!) aus dem Stadion geschossen.
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Ebenso überraschend wie das Ergebnis des Spiels war das Ergebnis unserer ersten Nebenkostenabrechnung für die ersten 2 Monate – nette Summe pro Nase und die war noch ohne Heizung. Ich will nicht wissen, wie die kommenden Rechnungen nun ausfallen (…). Wir heizen nun erstmal nur halbtags. Das Bier kann man ohne Heizung dann wenigstens locker so im Zimmer kühlen – ohne Kühlschrank. :-P

Wir haben zudem den nächsten Schaden zu vermelden. Neben Kühlschrank, Waschmaschine, Router, … ist seit dieser Woche eine kaputte Scheibe dazugekommen.
Wir haben unter der Woche nämlich das erlernte Beerpong als Trinkspiel in der Küche gespielt im Rahmen eines Vortrink-Abends.
Wieso auch immer – irgendwann ist Ben mit seinem Ellenbogen in der Hektik des Spiels wirklich nur leicht an die Scheibe gekommen. Diese ist dann zersplittert. Außer ein bisschen Blut und Scherben war das aber nicht weiter schlimm. Das Problem ist, dass die Scheiben hier alle nur einfach verglast sind – wir hatten also ein Loch nach draußen als Ergebnis. Das wurde dann gegen die Kälte schnell mit einem Müllsack versperrt und heute kam dann der Glaser und hat eine neue Scheibe zum Nulltarif eingesetzt.
Marta hat das irgendwie über eine  Hausversicherung laufen lassen – bei den vielen Pannen/Defekten hier brauch sie die aber auch. Allein wir haben ihr ja nun schon mehrmals schlechte Neuigkeiten und Schäden gemeldet – naja wir zahlen ja schliesslich Miete dafür plus die Nebenkosten – und das nicht zu knapp.
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Am Dienstag hatten wir dann die letzte Stunde unseres Sprachkurses. Zunächst gab es die Klausuren zurück, die ich relativ gerockt habe. Endnote 10/10 und ein Lob – läuft doch! :-)
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Im Anschluss an die Rückgabe war dann noch eine kleine “Feier” mit Essen, Trinken und einigen Mini-Spielchen angesagt – war witzig. :-)
Nun ist der Kurs schonmal zu Ende….

Ebenfalls enden wird mit dieser Woche der saugute Sportkurs bei José-Maria.
Montag war die vorletzte Stunde des Kollektivsportkurses, bei dem er sein Wort gehalten hat und wir Baseball gespielt haben ;-)
Dienstag war die letzte Stunde des Individualkurses. Als Abschluss hat er Turnen in Variationen ausgepackt – nicht gerade mein Lieblingssport. Naja, wann macht man sonst schonmal ein Salto und diverse Überschläge…
An beiden Tagen haben wir dann noch für ihn eine Evaluation ausgefüllt. Ich habe ihn nur mit Bestnoten bedacht – die anderen haben ähnlich bewertet. Verdient hat er sie sich auf jeden Fall: Er ist einer der coolsten Dozenten, wenn nicht sogar DER coolste. Natürlich war auch das Programm immer super, aber auch als Mensch ist José-Maria einfach eine coole Sau. Am Dienstag nach “El Clásico” hat er erstmal einen FC Barcelona-Sportpullover angehabt (sein Kommentar zum Spiel: “Das war Fussball in Perfektion, Punkt!” :-) ) und uns am Anfang der Stunde ganz stolz ein paar Handyfotos gezeigt, auf denen seine Kinder mit diversen berühmten Spielern zu sehen sind und wie sie sich von ihnen Autogramme holen. Den Fotos nach sind die Kids so 7-9 Jahre alt, ein Mädchen und ein Junge. Dann hat er uns noch ein Foto seiner, wohlgemerkt hübschen, Frau gezeigt, die auch als Professorin an der Uni Rioja arbeitet.

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Am Mittwoch (gestern) ist nichts außergewöhnliches passiert. Wir haben ein bisschen Barcelona geplant und ich bin erst um 17.30 Uhr aufgewacht, da ich die Nacht davor irgendwie Schlafprobleme hatte und erst sehr sehr spät einschlafen konnte.

Heute, Donnerstag, stünde im Normalfall um 9Uhr dann der Kino-Literaturkurs auf dem Plan. Ansonsten noch ein bisschen einkaufen für Barcelona und ein paar andere Dinge erledigen. Achja, ich müsste noch mein Learning-Agreement absenden. Das hätte eigentlich bis Mitte/Ende September geschehen sollen, aber mir ist letzte Woche aufgefallen, dass mir die zweite Seite fehlt. Nun muss ich die erst die Tage irgendwo drucken, ausfüllen, unterschreiben lassen und kann sie dann nach Münster senden!
Nachmittags ist dann die definitiv allerletzte Stunde des Sportkurses. Noch einmal Kollektivsport und dann ist der Kurs für dieses Semester zu Ende – leider leider! :-(
Ich gehe davon aus, dass José-Maria nochmal etwas cooles auspacken wird zum Ende hin – ich freu mich drauf wobei das auch sehr schade ist gleichzeitig!
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Abends/Nachts geht es dann auf nach Barcelona.
Kommenden Montag & Mittwoch sind in Spanien Feiertage – also frei. Da kann man den Dienstag noch prima als Brückentag nutzen und hat ein XXL-Wochennde, das sich gut zum Verreisen eignet.
Wenn mit dieser Woche  dann der Sprach- und Sportkurs endet, habe ich außer dem Weinkurs und dem Kino-Literaturkurs eh nichts mehr an Uni – also recht viel Freizeit.
Trotzdem bleiben wir “nur” von Freitag bis Montag in Barcelona.
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Wir, das sind unsere ganze WG (Ben, Marc, Mollie und ich), Jacqueline (die andere Deutsche) sowie Humberto (der Brasilianer, der (noch) keinen Schnee kennt ), der sich übrigens vor ein paar Tagen die Haare selbst geschnitten hat (er wollte nämlich die letzte Zeit Geld für den Barcelona-Trip sparen; anscheinend jedoch am falschen Ende :-P ). Das wohl nur mit eher mäßigem Erfolg, denn er hat sich seit dem Wochenende nicht mehr aus dem Haus getraut und es hat ihn noch niemand wieder gesehen :-D
Naja, spätestens bei der Busfahrt ist es soweit ;-)
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Ben war schon dreimal in Barcelona und hat nur Bestes berichtet – bin sehr gespannt und freue mich schon enorm drauf.
Ich werde da vermutlich sehr viele Fotos schießen und viel zu berichten haben – das kommt dann nach der Rückkehr in der nächsten Woche.

Es soll übrigens wohl einmal hier geschneit haben nachts, aber man sieht absolut null bisher. Tagsüber gehen die Temperaturen immer noch auf 10 Grad hoch ab und an – nachts dann auch gerne mal unter 0. Aber nicht so schlimm wie in Deutschland! Bei einer Skistation, etwas außerhalb, soll es ordentlich geschneit haben, die wird morgen eröffnet mit Gratis-Skipässen.
Naja, wir sind dann in Barcelona, wo es übrigens noch ein bisschen wärmer ist als hier.
Schön 6h Nachtbus fahren und dann direkt frühmorgens da sein. Ich werde vermutlich die Zeit nutzen und das Wohnzimmerkissen auf seine Fähigkeit als Kopfkissen testen. ;-)

Okay, alles weitere und neue (v.a. aus Barcelona) folgt dann in der nächsten Woche!

Bis dahin und saludos de Logroño!

Christoph

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Hier noch ein paar passende Fotos (25 Stück) vom Thanksgivingabend inkl. Beerpong, der kaputten Scheibe, der Baseball-Theorie-Einheit vom vergangenen Montag und der Sprachkurs-Abschlussfeier:

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Zwei Kurse gehen zu Ende :-( & Thanksgiving in Spanien!

November 24, 2010

Mittwoch, 24. November; 19.13 Uhr
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Morgen in 4 Wochen ist bereits Weihnachten – krass! Die Zeit springt derzeit wochenweise und für meinen Geschmack deutlich zu schnell! Also gilt es die verbleibende Zeit bis zur letzten Minute auszunutzen und zu genießen!

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Diese Woche
ging auch nur so halblustig los – natürlich mit dem Weinkurs. Abgesehen davon, dass die Weinsorten nicht so der Knüller waren, haben Marc und Ich auch wieder mal etwas typisch Dummes gemacht. Ich habe ausnahmsweise die Theoriestunde verpennt (zu der Marc eh nie geht) und wir wollten gegen 10 Uhr zum Praxispart gehen, der normalerweise aber erst 15 Minuten später beginnt, wegen Aufbauen und dergleichen. Wir sind also erst um kurz vor 10 losgegangen und haben auf dem Weg Jess & Jacqueline getroffen, die keine Lust auf den Praxisteil hatten, da sie die einzigen Nicht-Spanier gewesen wären – sie wollten lieber frühstücken. Marc und Ich sind dennoch Richtung Naturwissenschafts-Fakultät gegangen. Eigentlich hätte uns auffallen müssen, dass niemand mehr vor dem Labor gewartet hat wie sonst immer. Wir sind dann also einfach mal in das Labor reingewandert und haben den Prof. mitten bei einem (anscheinend wichtigen) Vortrag unterbrochen, sodass dieser erst einmal innegehalten hat. Wir waren anscheinend viel zu spät, da alle anderen bereits saßen. Ich habe ja schon einmal erwähnt, dass man normalerweise an einem Tisch-U sitzt. Nun ist es so, dass beide Praxisgruppen auf die gleiche Zeit, direkt nach der Theorie, gelegt wurden und dementsprechend auch mehr Menschen dort sind. Der Außenkreis war also besetzt und wir durften uns als die einzigen Erasmus-Vertreter an einen Einzeltisch in der Mitte des U’s setzen – umgeben von Spaniern. Dummerweise standen auf dem Tisch noch keine Weingläser – die haben wir uns dann von vorne geholt, natürlich mit Klirren, sodass der Prof. erneut mit dem Vortrag anhalten musste ;-)
Naja, jedenfalls hat er uns das wohl nicht krumm genommen. Immerhin wurden wir nicht nach unserer Meinung gefragt, weil die Stunde irgendwann zu Ende war, also nochmal Glück gehabt! :-)

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Nachmittags haben wir uns dann schonmal die Bustickets für das Barcelona-Wochenende gekauft. An jenem Wochenende wird nämlich Gott und die Welt unterwegs sein, da es ein langes Wochenende ist und alle frei haben und es sich deshalb zum Reisen anbietet.
50€ für den Hin- & Rückweg sind locker mal doppelt so teuer wie die Reise nach Madrid, aber man fährt ja auch 2h mehr, also 6h pro Weg!
In 9 Tagen geht es los :-)

Abends habe ich dann noch ein bisschen für die Sprachkurs-Prüfung gelernt, die gestern (Dienstag) stattgefunden hat. Sie war auf jeden Fall fair gestellt, auch wenn da Themen bei waren, die in einer offiziellen Uniklausur nicht unbedingt was zu suchen haben sollten :-P
Mal sehen was daraus kommt.
Am Donnerstag (quasi morgen) wollen wir einen Film schauen und am kommenden Dienstag – der letzten Einheit – eine Abschlussfete mit dem anderen Kurs feiern.

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Natürlich muss auch der Sportkurs wieder erwähnt werden. Blöderweise endet der Kurs bereits am 03.12., sodass wir nur noch nächste Woche Sport haben (leider leider!), vorausgesetzt man verlängert nicht, denn dann würde der Sportkurs im kommenden Semester fortgesetzt werden (was mich unter anderem auch wirklich dazu bringt darüber ernsthaft nachzudenken!). Am Montag haben wir zunächst Hallenhockey gespielt und später eine Variante mit Plastikstangen mit einem harten Schaumstoffaufsatz. War beides sauwitzig und ich hab auch ganz gut gerockt!
Gestern haben wir diverse Tennis/Badminton-Varianten gespielt. Zum Beispiel mit verschiedenen Bällen, Schlägern und einer Platte, die man sich auf die Hand klemmt.
Der Kurs ist wirklich immer für Überraschungen gut!

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Heute (besser gesagt eben) war Klettern angesagt. Die Uni hat an einer Außenwand diese Vorrichtungen (die kleinen Teile in verschiedenen Farben, Größen und Formen) für insgesamt 3 verschieden schwierige “Strecken”. Da es früh dunkel wurde, haben wir nur die ersten beiden Strecken gemacht. José-Maria hat uns jeweils gesichert. Mila, die das auch in Deutschland in ihrer Freizeit macht, war flink wie eine Katze oben und Marc hatte mit seinem 2m Beinen auch einen Vorteil. Für mich war es das erste Mal, hat aber richtig Laune gemacht. Wobei man das echt unterschätzt! Obwohl die Wand nicht so hoch ist, sieht das von oben nach ganz schön viel aus, und die Finger kann man die nächsten paar Minuten nicht mehr bewegen, wenn man wieder unten ist.
Für kommenden Montag hat José-Maria Baseball angekündigt! :-)

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Das ist echt sehr sehr schade, dass der Kurs nicht bis Weihnachten andauert :-(

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Kulinarisch ernähren wir uns derzeit sehr amerikanisch. Mollie, die ja bekanntermaßen Vegetarierin ist, nimmt sich immer viel Zeit zum Kochen und Vorbereiten (muss sie vermutlich auch). Letzte Woche hat sie phantastische Cookies in Subway-Qualität für uns gebacken und gestern gab es Pancakes mit importiertem Ahornsirup (von Bekannten aus ihrer Heimatstadt).

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Morgen wird dann bei uns in der WG großes Thanksgiving gefeiert – ganz der amerikanischen Tradition entsprechend. Sie hat eigens dafür beim nahen Supermakt einen Truthahn geordert. Die ganze Woche über ist sie schon am Vorbereiten: Beilagen, Zutaten, etc. Morgen wird der gute Truthahn dann ausgestopft und abends kommen Ami-Freunde von ihr und ein paar Erasmus-Menschen zum Thanksgiving feiern. Das scheint für die echt eine ernste Sache zu sein, auf die sie hier in Spanien nicht verzichten wollen – soll mir recht sein, so erlebe ich das erste Thanksgiving meines Lebens.

Apropos:
Jacqueline hat, typisch deutsch, irgendwann das Wetter gegoogelt. Ich weiss bis heute nicht auf welcher Seite sie war, da sie für Mitte nächster Woche tagsüber -15°C und heftigste Schneefälle für Spanien prophezeit hat – vielleicht historische Wetterdaten oder irgendwas anderes. Ich kann mir das nicht vorstellen, zumal das einen Temperatursturz von 30-25 Grad bedeuten würde.
Humberto, der Brasilianer, freut sich schon wie ein kleines Kind auf den ersten Schnee. Ich konnte gar nicht verstehen wieso, bis er erklärt hat, dass er in seinem Leben ja noch nie Schnee gesehen hat! Eigentlich unvorstellbar für Europäer, aber er kennt einfach keinen Schnee.
Naja, vermutlich muss er darauf aber noch länger als bis zur kommenden Woche warten müssen ;-)

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Gleich steht wieder mal eine Geburtstagsfeier an. Dino, der Argentinier, hatte am Wochenende Geburtstag, war aber mit ein paar anderen Menschen in Portugal, und feiert deshalb heute Abend.
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Morgen früh hätte ich dann im Normalfall das Kino-/Literaturseminar – mal sehen ob ich da auftauchen werde. Spätestens morgen Abend zum Thanksgiving werde ich aber hellwach und anwesend sein! :-)

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Davon werde ich auf jeden Fall mit ein paar Fotos berichten!

Nos vemos, hasta luego!

+ 
Hier eben 4 Fotos vom Klettern eben:

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Viele Geburtstage und eine Prüfung

November 20, 2010

Samstag, 20. November; 22.48 Uhr
— — —

Da habe ich gestern noch stolz erzählt, dass unsere Waschmaschine seit Anfang der Woche wieder funktioniert, da ist eben ein wenig Wasser auf dem Küchenboden aufgetaucht – “komischerweise” als eben jene Maschine gerade lief….
Wir testen mal, ob es da einen Zusammenhang gibt und wenn ja, dann geht die Neverendingreparaturstory weiter! :-(

Die Woche hat neben der Reperatur der Waschmaschine (nach 3 Wochen) mit dem Weinkurs begonnen. Diesmal standen Rotweine auf dem Plan. Man sitzt in dem Labor in einem U und er beginnt immer den Studenten auf dem linken vordersten Platz zu fragen, was er von dem Wein/den Weinen hält. Da ich an dem Tag keine richtige Lust darauf hatte, habe ich mich auf den rechten vordersten Platz – quasi das Ende - gesetzt in der (berechtigten) Hoffnung, nicht dranzukommen. Er hat zwar nicht ausnahmsweise rechts vorne begonnen, wie man nun denken könnte, aber als er mit der Befragung bei den Studenten angekommen ist, die den Wein u.a. selbst herstellen, meinte er: “Dann fragen wir doch mal die Erasmus-Studenten, was die davon halten”. Neben mir saßen nämlich alle anderen, also ebenfalls eher am Ende. Wir hatten die Stunde über eher nur Blödsinn gemacht und ich habe schon abgeschaltet und meine Beine halb hochgelegt, als er dann – natürlich – vor mir stehengeblieben ist und mich fragend angeschaut hat. Für ein “Ist ganz gut, passt schon!” hat es dann gereicht, ich war nämlich sehr überrascht. Für ihn war es wohl genug, er ist dann kopfnickend zum nächsten Menschen gegangen. :-P

Im Sportkurs haben wir dann abends Lacrosse gespielt. Ich hatte bisher nur davon gehört und José-Maria hat es als “eine der härtesten, wenn nicht DIE brutalste Sportart” angepriesen. Wir haben jedoch nur eine Frauen-Version gespielt – lustig war es trotzdem.
Dienstag haben wir dann so eine Art Zirkusturnen beziehungsweise Menschenpyramiden in allen möglichen Varianten gemacht mit teilweise 5 Personen gleichzeitig auf-/ und miteinander. Allen die Intensität des Aufwärmprogramms war schon ausreichend. Naja, einmal mehr ein Indiz dafür, wie saucool der Kurs doch ist!

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Mittwoch hatten wir dann teilweise sportfrei, da wir die Woche zuvor ja die Mountainbiketour gemacht haben und nun 3 andere dran waren, die die Woche zuvor daheim geblieben sind – die Uni hat nämlich nur 3 Räder zum Verleih. Die Zeit habe ich dann genutzt und bin mit Marc & Hanne zum Parque-Rioja gefahren – der Shoppingmall, von der ich schon einmal berichtet habe. Leider war die coole Winterjacke, auf die ich es abgesehen hatte, bereits ausverkauft und kein adäquater Ersatz in Sicht. Abends haben wir dann den Tag abgerundet, indem wir zum zweiten Mal zum WokRioja – dem Chinarestaurant mit mongolischem Grill – gegangen sind.

Donnerstag ist der Tag mit dem Kino-Literaturkurs gestartet, bei dem diesmal ein Horrorfilm von 1926, namens “The Killers”, auf dem Programm stand.
Nachmittags war dann die letzte Stunde des Sprachkurses vor der Prüfung.
Dabei ist Inés – unsere Dozentin - dann auch erst einmal in ein richtig tiefes Fettnäpfchen getreten. Was man dazu wissen sollte:

Melissa, ein Mädchen aus Kanada und Erasmusstudentin, war daheim bereits verlobt. Nun hat sie ihr Freund jedoch mit einer anderen betrogen und das mehrmals und in “ihrem eigenem Bett”. Woher ich das weiss? Das hat sie alles bei Facebook öffentlich niedergeschrieben damals, wieso auch immer.
Bei dem Sprachkurs standen die spanischen Tempora auf dem Lehrplan und wir sollten auf Fragen nach dem Was-wäre-wenn-Prinzip antworten.
Inés hat dann die Frage gestellt: “Was würdest du machen, wenn du deinen Partner mit einem/einer Anderen/Anderer im Bett erwischen würdest?” und ausgerechnet Melissa drangenommen. ;-)
Da jeder, außer Inés, die Story kannte, war es für uns eher witzig, für Melissa wohl nicht so…. :-P

Abends war dann der Geburtstag von Grace, einer amerikanischen Au-Pair-Dame, angesagt. War leider nicht so spannend und wir sind recht früh abgehauen….

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Gestern (Freitag) ist auch nichts erwähnenswertes geschehen. Abends war wieder ein Geburtstag, diesmal wurde Martina – eine Dame aus der Slowakei – 25 Jahre alt. Dort haben wir dann noch vorbeigeschaut und sind auch bis spätnachts geblieben. Heute Morgen hat Marc dann Hanne nach Bilbao gebracht, da sie heute wieder zurück nach Hamburg fährt – mitten rein in die Terrorpanik.
Nachdem ich heute mal wieder ausschlafen konnte, habe ich den Nachmittag/Abend mit Bundesliga schauen verbracht und werde mal sehen, ob gleich noch etwas geschieht. Ansonsten lerne ich vielleicht ein wenig, denn am kommenden Dienstag steht dann die Prüfung im Sprachkurs an.
Selbiges werde ich wohl auch morgen tun, das Wetter lässt einem durch Schauer beizeiten, keine andere Wahl.

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Eine Szene muss ich noch eben beschreiben, die sich am Mittwoch in einer Nebenstraße um die Ecke zugetragen hat:
Der spanische Autofahrer parkt gern mal in zweiter Reihe, sprich mitten auf der Straße, parallel zum Parkstreifen, wenn er mal eben einkaufen respektive zur Bank/Post respektive einen Kaffee trinken mag.

So auch am Mittwoch. Das Problem war nur, dass der Fahrer eines großen Bier-LKW’s nicht vorbeifahren konnte, weil auf beiden Seiten Autos geparkt haben und auf der einen Straßenhälfte eben noch dieses eine Auto.
Man regt sich als Fahrer dann auf und hupt dann, so auch dieser Fahrer. Er hat seine Hand, ohne zu übertreiben, rund 20 Sekunden durchgehend auf die äußerst laute LKW-Hupe gedrückt, doch das hat nichts gebracht. Dann ist er ausgestiegen und hat sich lauthals beschwert und alle Menschen – mittlerweile haben sich ein paar um die Szenerie angesammelt – gefragt, jemand den Besitzer des Autos gesehen hat.
Nach einigen Minuten des Wartens und des ausgiebigen Hupens ist dann nicht etwa der Besitzer gekommen. 
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Drei ältere Männer, quasi Opas, haben das Problem gelöst:
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Einer hat die Wagentür geöffnet (der Wagen war offen) und sich halb hineingebeugt um an das Lenkrad zu kommen. Die beiden anderen haben den Wagen angeschoben. So wurde das Auto auf den Zebrastreifen / Füßgängerübergang Richtung Hauptstraße geschoben und der LKW-Fahrer konnte passieren.
Autofahren ist in Spanien eh ein spezielles Thema, dazu wollte ich auch demnächst noch etwas schreiben.
Ich war übrigens grad auf dem Hinweg zum Supermarkt, als ich dort stehengeblieben bin, um mir das Spektakel anzusehen. Auf dem Rückweg, nach gut 25 Minuten, stand der Wagen immer noch unverändert da.

So sind sie eben, die Spanier!

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Hier noch 10 Fotos, 9 vom Sportunterricht am Dienstag und auf einem ist mein Kino-Literaturkursprofessor Bernardo zu sehen:

Diese Diashow benötigt JavaScript.

 

Hasta la proxima vez, saludos! :-)


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